ḫāʾ خ


ḫām

ḫām (unveränderl.): roh, unbearbeitet, unverarbeitet, ungegerbt, Roh-, Leinen, Kaliko. Pl. –āt: Rohstoff, unerfahren, roh, ungeschliffen,

ḫb

ḫabba/yaḫubbu: inf. abb, abab, abīb, den Passgang gehen, traben (Pferd), trotten, schlendern, einsinken (im Sand),

ḫabba/yaḫubbu: inf. ḫabb, wogen, stark bewegt sein (See)

V +

VIII: den Passgang gehen, traben (Pferd)

ḫabb: Betrüger. ḫabb, ḫibb: Wogen (des Meeres), starker Wellengang

ḫabab: Passgang, Trab

ḫbʾ

ḫabaʾa/yaḫbaʾu: verbergen, in sich bergen (etw.)

II: verbergen (Dinge), zudecken, abdecken, verdecken (etw.)

V +

VIII: sich verbergen, verborgen sein

ḫabʾ, ḫibʾ: Verborgenes, verborgene Sache.

ḫbṯ

ḫabuṯa/yaḫbuṯu: schlecht sein, bösartig sein

VI: sich boshaft, böswillig gebärden, sich genieren

ḫubṯ: Schlechtigkeit, Bösartigkeit (z.B. einer Krankheit), Bosheit

ḫabaṯ: Abfall, Schlacke

ḫabīṯ pl. ḫubuṯ, ḫubaṯāʾ, ʾaḫbāṯ, ḫabaṯa (f): schlecht, böse, boshaft, böswillig, schädlich, bösartig (Krankheit), widerwärtig, widerlich (Geruch)

ʾaḫbaṯ El.: schlechter, böser

ḫabāṯa (f): Schlechtigkeit, Bosheit, Bösartigkeit

ḫbr

ḫabara/yaḫburu: erproben, erleben, erfahren, erprobt haben, aus Erfahrung kennen (etw.), gründlich kennenlernen, kennen (etw./jn.)

ḫabura/yaḫburu: gründlich kennen (bi o. etw.)

II: benachrichtigen, in Kenntnis setzen (jn., bi von o. über etwas)

III: in nachrichtlichen Kontakt treten (mit jm.), sich wenden an (), sich in Verbindung setzen mit (bes. schriftlich), schriftlich verständigen, telephonisch sprechen, verhandeln (mit )

IV: benachrichtigen, mitteilen, berichten, erzählen, melden (bi etw.), informieren, unterrichten (bi über)

V: sich erkundigen (bei).

VI: sich gegenseitig verständigen, informieren, korrespondieren,

VIII: erkunden, testen, prüfen,

X: sich erkundigen (ʿan nach/über, bei), befragen (ʿan über)

ḫubr: Erfahrung, Kenntnis, Wissen

ḫabar pl. ʾaḫbār: Nachricht, Kunde, Meldung, Information, Mitteilung, Neuigkeit, Gerücht, Geschichte (über, von), Angelegenheit, Sache, Prädikat d. Nominalsatzes. Pl. Annalen.

ʾaḫbārī pl. -ūn: Überlieferer von Nachrichten. Bei azālī auch: Überlieferung, Cook: prophetic traditions

ibra (f) pl. ibarāt: Erfahrung, die jm. gemacht o. erworben hat. Kenntnis, Können (durch Erfahrung),

ḫabīr: erfahren, kundig, wohlvertraut, der Kundige, Wissende (Beiname Allahs), Pl. ḫubarāʾ: Experte, Fachmann, Sachverständiger. MGL Pl. āt: ??

ḫābūr pl. ḫawābīr: Holzpflock, Zapfen, Keil

muḫābara pl. -āt: Nachrichtenübermittlung, Informationstätigkeit, Zuschrift, Meldung, Mitteilung, Benachrichtigung, Verständigung, Telefongespräch. Pl.: Nachrichtendienst, Geheimdienst.

taḫābur: Verbindung, Kontakt (untereinander), Informationsaustausch, nachrichtendienstliche Verbindung (maʿa mit ei. fremden Macht), Korrespondenz.

iḫtibār pl. āt: Erkundung, Prüfung (eines Sachverhaltes, auch experimentell), Test, (wissenschaftlicher) Versuch, Prüfungsaufgabe, Erprobung, persönliche Erfahrung, durch Erfahrung gewonnene Kenntnis

iḫtibārī: experimentell, Erfahrungs-, empirisch

iḫtibārīya: Empirismus (Philos.).

istiḫbār pl. –āt: Erkundigung, Einholung von Informationen. Pl.: Nachrichtendienst, Geheimdienst. dāʾira al-istibārāt: Büro des Nachrichtendienstes (pol.)

ḫbz

ḫabaza/yaḫbizu: backen (Brot)

VIII: dto.

ḫubz pl. ʾaḫbāz: Brot. ḫubz al-ʿAbbās (ir.): mit Fleisch u.a. gefülltes Teiggebäck

ḫubza (f): Brotlaib

ḫabbāz pl. –ūn, ḫabbāza (f): Bäcker

ḫibāza (f): Bäckereigewerbe, Kunst des Backens

mabaz, mabaza (f) pl. maḫābiz: Bäckerei

mabūzāt: Bäckereiwaren

ābiz: LAD: who has bread. Ğ204/7 pl. –āt??

ḫubbāzā, ḫubbāza (f): Malve (bot.)

ḫubbayza (f): Malve (bot.). Siehe auch Lane, 697 m.u.

ḫbw

ḫabā/yaḫbū: erlöschen (Feuer)

ḫtr

ḫatara/yaḫtiru: treulos handeln, Verrat üben (an), betrügen (jn.)

VIII: k.A., siehe ḫyr

ḫatr: Treubruch, Verrat, Betrug

ḫattār: Verräter, Treubrüchiger, Betrüger

ḫātir: verräterisch, treubrüchig

ḫtm

ḫatama/yaḫtimu: siegeln, mit dem Siegel versehen, stempeln (etw.), versiegeln, verschliessen, unzugänglich machen (etw., auch ʿalā die Herzen, v. Gott), besiegeln, beschliessen, abschliessen, beendigen, beenden, vollenden (etw.), sich schliessen, vernarben (Wunde)

V: einen Ring (bi) anlegen/tragen

VIII: abschliessen, beenden (etw.)

ḫatm: Versiegelung. Pl. ʾaḫtām, ḫutūm: Siegel(abdruck), Stempel(abdruck),

ḫatma pl. ḫatamāt: Rezitation des ganzen Korans, bes. bei feierlichen Gelegenheiten

ḫātam, ḫātim pl. ḫawātim: Siegel(ring), Finger(ring), Siegel. ḫātim al-ʾanbīyāʾ: das Siegel der Propheten (d.h. der Letzte der Propheten = Mohammed)

ḫātima (f) pl. awātim, awātīm: Ende, Ausgang, Schluss, Abschluss, Nachwort, pl. ḫawātīm: letztes Stadium.

ḫitām: Siegelwach, Ende, Schluss, Abschluss. fī l-ḫitām: am Ende, zum Abschluss, schliesslich

ḫitāmī: Schluss, abschliessend

ḫtn

ḫatana/yaḫtinu: beschneiden (einen Knaben)

VIII: beschnitten werden

ḫatn: Beschneidung

ḫatan pl. ʾaḫtān: Schwiegersohn, Eidam, Bräutigam

ḫitān, ḫitāna (f): Beschneidung

ḫṯʿm

ḫaṯʿam: Ğ160/13, 161/6, 207f, 212/1 n.pr. eines yemenitischen Stammes. EI: ar. Stamm aus der Gegend zwischen Ṭāʾif und Nağrān entlang der Karawanenroute zwischen Yemen und Mekka, wohin sie von den Azd nach dem Dammbruch von Maʾrib getrieben worden sein sollen.

ḫğl

ḫağila/yaḫğalu: inf. ḫağal, vor Scham verwirrt wd., sich schämen, schamvoll sein, beschämt sein (min über etw., vor jm.), verlegen sein (min wegen), schüchtern sein

II +

IV: beschämen, in Scham versetzen (jn.), in Verlegenheit bringen (jn.)

ḫağal: Scham (min über), Schüchternheit, Scheu, Beschämtsein, Schande, Schmach. yā la-l-ḫağal: oh Schmach!, welche eine Schande!

ḫağil: schamvoll, verlegen, schüchtern, üppig, reichlich bewachsen, weit und lang (Gewand)

ḫağūl: schamvoll, schamhaft, schüchtern, scheu.

ḫağlān: schamvoll, beschämt, schüchtern, vor Scham verwirrt.

maḫğl: beschämt

muḫğil: Scham hervorrufend, beschämend, schändlich

ḫdʿ

ḫadaʿa/yaḫdaʿu: betrügen (jem. ʿan um etw.); jm. täuschen, irreführen;

pass.: ḫudiʿa: sich täuschen, irren über (ʿan)

ḫaddāʿ pl. ḫaddaʿūn: Betrüger, Gauner; (be)trügerisch

ḫidāʿ: Betrug, Betrügerei, Verrat, Tücke, Gaunerei

ḫidāʿī und ḫādiʿ : (be)trügerisch, Ğ für D’s  faut semblant: falscher Schein.

ḫdm

ḫadama/yaḫdi/umu: dienen, in Dienst stehen, ei. Posten versehen, eine Dienststellung innehaben, arbeiten, bedienen, dienen, einen Dienst erweisen, sich einsetzen für.

II: in Dienst stellen, Arbeit geben.

X: in Dienst stellen o. nehmen, anstellen, einstellen für (li), in Betrieb nehmen,

ḫadam: Dienerschaft.

ḫidma (f) pl. ḫadamāt, ḫidamāt, idam (obs.): Dienst, den man leistet, Dienstleistung, Bedienung, Dienststellung, Beruf, Arbeit

ḫādim pl. ḫuddām, ḫadama (f): Dienstbote, Diener, Dienerin, Angestellter, Wärter, Kellner, Diakon (chr.)

ḫādima (f) pl. –āt: Dienerin, Hausangestellte, Dienstmädchen, Wärterin. Ğ235/7 Dienst(erweisung) (li für/an jn./jm./etw.)

istiḫdām: Einstellung, Anstellung (eines Arbeitnehmers), Beschäftigung (js. i. ei. Dienststellung), Indienstnahme, Betriebsaufnahme (z.B. einer öfftl. Einrichtung). Pl. –āt: Benutzung, Verwendung, Anwendung, Verwendungsarten, Nutzungsweisen. istiḫdām al-quwwa: Gewaltanwendung

ḫḏ

ḫaḏḏa/yaḫuḏḏu: eitern, schwären, verwesen, verfaulen, gären

ḫuḏ: nimm!Imp. v. ʾaaa ??

Ğ83/9??, 85/27: fḫḏ lahū min-nā ??wa-ḫḏ li-nā min-hū

ḫḏk

k.A.

ḫḏl

ḫaḏala/yaḫḏulu: verlassen, im Stich lassen (o. ʿan jn.), zurückbleiben, enttäuschen. Pass.: ḫuḏila: einen Misserfolg erleiden, eine Enttäuschung erleiden

III: verlassen, im Stich lassen

VII: im Stich gelassen werden, hilflos sein, eine Niederlage erleiden, eine Enttäuschung erleiden

ḫāḏil pl. ḫuḏḏāl, ḫawāḏil: LAD: who forsakes his friend (wer seinen Freund im Stich lässt), renounces his religion (wer seine Religion aufgibt), separated from the flock (getrennt von der Gemeinde??)

ḫiḏlān: Enttäuschung, Niederlage, Pleite

taḫāḏul: Nachlassen, Abnahme, Erschlaffung, Mattigkeit, Nachlassen einer Spannung, Entspannung, Zerfall der Einigkeit

inḫiḏāl: Verlassensein, Niederlage

mutaḫāḏil: schlaff, matt, entkräftet

ḫḏw

ḫaḏā/yaḫḏū: LAD: be flaccid, flabby (schlaff, schlapp, schwammig), pendulous (hängend, pendelnd), be fat

X: sich unterwerfen, gedemütigt sein, sich gedemütigt fühlen

ḫuḏū: LAD: submissiveness (Ergebenheit, Unterwürfigkeit), Ergebenheit

istiḫḏāʾ: Unterwürfigkeit, Demütigung

mustaḫḏin: unterwürfig, unterworfen, gehorsam, gedemütigt

ḫr

arra/yai/urru: inf. ḫarīr, murmelnd fliessen, murmeln, rauschen, plätschern, rieseln, schnarchen.

VIII: k.A., siehe ḫyr

inf. ḫurūr, fallen, niederfallen, niedersinken, sich niederwerfen

ḫarīr: Murmeln, Plätschern (des Wassers)

ḫrb

araba/yaribu: inf. arb, zerstören, ruinieren, zertrümmern, in Trümmer legen (etw.)

ariba/yarabu: inf. arāb, zerstört, ruiniert sein/wd., kaputtsein, kaputtgehen.

II: zerstören, ruinieren, in Trümmer legen (etw.), kaputt machen, beschädigen (etw.)

IV: = II

V: zerstört, ruiniert sein/wd., in Trümmer gehen

ḫarb: Zerstörung, Zertrümmerung

ḫarāb: Ruin, zerstörter, zerfallener Zustand, Verödung, pl. ʾaḫriba (f): Ruinenstätte

ḫrğ

ḫarağa/yaḫruğu: inf. ḫurūğ, maḫrağ, hinaus-, herausgehen, herauskommen aus (min), hinausfahren, ausfliessen, weggehen, sich entfernen, hervortreten, herausragen, verlassen (min etw.), aussteigen, ausscheiden (min aus), ausgehen (min von), hervorgehen (min aus), sich absondern, trennen (ʿan von), anderer Meinung sein (ʿan als), abgehen (ʿan v. ei. Regelung/Grundlage), eine Ausnahme bilden (ʿan von), herausfallen (ʿan aus einem Thema), hinausgehen über, nicht gehören zu, nicht einbezogen sein (ʿan in), nichts zu tun haben mit einer anderen Sache (ʿan), lā yaḫruğu ʿan: es beschränkt sich auf, ist nichts anderes als bloss. ausziehen (zum Kampf), angreifen (ʿalā jn., etw.), angehen (ʿalā gegen), rebellieren (ʿalā gegen), verletzen, übertreten (ʿalā eine Regel etc.), ḫarağa ʿalayhī bi: vor jn. hintreten mit, jm. aufwarten mit. herausbringen, herausschaffen (bi jn.). hinauswerfen (bi jn.). abführen, abbringen (bi jn. ʿan von). herausfinden, als Ergebnis finden (bi etw.)

II: herausschaffen, herausbringen, herausbefördern, austreiben, vertreiben, entfernen (jn./etw.), herausnehmen, ausnehmen (etw.), ausbilden (jn., in einer Kunst etc.), aufziehen, erziehen (jn.), herausziehen, extrahieren, entnehmen, deduzieren, herleiten (etw.)

IV: herausbringen, herausschaffen, herausholen (min), auspacken, herausnehmen (min aus), ausladen (jn./etw.), aussenden (z.B. Wellen), herausstrecken (z.B. Zunge), hervorholen (etw.), herausbringen, publizieren (etw.), vertreiben, ausweisen (min aus), entheben (min eines Amtes), entlassen (min aus einem Amt), hinauswerfen (min aus ei. Wohnung, v. Vermieter), vertreiben (aus dem Paradies, Q7/27), verlustig gehen lassen, berauben (min seines Vermögens, Reichtums), von sich geben (Ton, Laut etc.), vorbringen, äussern (Meinung etc.), streichen lassen (riūan Wind), erziehen, ausbilden, heranbilden (jn.), inszenieren (Theaterstück etc.), drehen (Film), ausnehmen (etw. min von),

V: erzogen sein, ausgebildet sein/werden in (o. min),

VI: auseinandergehen, sich (voreinander) lösen, voreinander abrücken, zedieren, abtreten, vermachen (li ʿan etw. jm.).

X: herausholen, herausbefördern, entnehmen, herausziehen (etw. min aus),

ḫarğ: Ausgabe, verausgabtes Geld, Kosten, Grundsteuer, Geeignetes, Passendes, was jm. zukommt, gebührt, was jm. braucht, Zuteilung (Äg.), Ration (an Nahrung), Pl. ḫurūğāt: Besatz, Borte

ḫarğa (f) pl. ḫarağāt: Ausgang, Weggang, Vorsprung, vorspringender Teil, Begräbnisfeier (äg.).

ḫarāğ: Steuer, Grundsteuer. Ğ49/20ff: alle Arten von Tribut, “Beute”, Steuereinzügen, Pflicht- u. öfftl. Abgaben in Geld- o. Sachwerten, die ein dominierender Staat, Stamm, Fürst etc. über besiegte Ausländer, Stämme, Völker, Staaten etc. dauerhaft o. zeitl. begrenzt und durch Machtverhältnisse einseitig verhängt. (vgl. ḍarība, allgemeine Steuer, die von allen gezahlt wird.). Ğ178/22: Grund/Bodensteuer.

ḫarāğī: Grundsteuer-, die besteuerte, anbaufähige Bodenfläche betreffend. Ğ35/2 f. frz. tributaire, tributär, tribut- o. zinspflichtig. Vgl.a. tributaire de: abhängig von.

ḫirrīğ: Absolvent

ḫurūğ: Ausgang, Weggang, Auszug, Auswanderung, Vorstoss (ʿalā gegen), Angriff (ʿalā auf), Verstoss (ʿalā gegen), Verletzung (ʿalā von), sifr al-ḫurūğ: Exodus, 2. Buch Mose. Ğ239/23 ḫurūğ ʿan qurayš: Vorstoss gegen Q., Weggang aus Q.??

ḫāriğ: aussen o. ausserhalb befindlich; Aussen-, Äusseres, Quotient (arith.).

ḫāriğī: aussen o. ausserhalb befindlich, äusserlich, Aussen-, auswärtig, das Ausland betreffend, aussenpolitisch, auswärts wohnend, objektiv, auf äusserer Betrachtung beruhend (Ggs. subjektiv). tilmīḏ ḫāriğī: Externer, Schüler der nicht im Internat wohnt. ʾiṯbāt ḫāriğī: objektiver Beweis

ḫāriğīya (f): MMF Extériorité

ḫāriğa Präp.: ausserhalb.

ḫāriğan:draussen, ausserhalb

al-ḫāriğ: das Ausland.

ḫāriğan ʿan: ausserhalb von. fī l-ḫāriğ: im Ausland, ausserhalb. ʾilā l-ḫāriğ: ins Ausland, nach aussen.

irāğ: inf. IV

istiḫrāğ: MLT: Extraktion. LAD: extraction, derivation, choosing.

al-ḫawāriğ: die Charidschiten (älteste religiöse Sekte des Islam), Abtrünnige, Dissidenten, Rebellen. siehe auch ḫāriğūn.

Ḫawāriğ, EI: Muʿāwiyas Vorschlag die, aus ʿUṯmāns Ermordung entstandenen Differenzen durch zwei Schiedsrichter gemäss dem Koran entscheiden zu lassen, bot Gelegenheit zum Schisma. Die Mehrheit aus ʿAlīs Armee stimmte diesem Vorschlag zu, entweder weil sie kriegsmüde waren, oder weil die qurrāʾ die Bestätigung der Rechtmässigkeit ihres Vorgehens gegen ʿUṯmān erhofften. Eine Gruppe von den Tamīm protestierte vehement gegen die Einsetzung eines menschlichen Tribunals über die Offenbarung (“Herrschaft gehört Gott allein”). Sie verliessen die Armee und zogen nach Ḥarūra bei Kūfa (die Ḥarūrīya o. Muḥakkima) und wählten dort ihr Oberhaupt ʿAbdallāh b. Wahb ar-Rāsibī. Ihr Zulauf wuchs insbesondere durch den, entgegen ihren Erwartungen ausfallenden Schiedsspruch. Viele der Partisanen ʿAlīs und der qurrāʾ verliessen (ḫarağa) heimlich Kūfa, wohin sich die Armee während der Waffenruhe zurückgezogen hatte, und schlossen sich ar-Rāsibī an, der inzwischen nach Ğūḫā in das Gebiet des späteren Baġdād gezogen war und entlang des Nahrawān-Kanals lagerte.Die Ḫawārig werden nach diesem Auszug aus Kūfa benannt. ʿAlī kommt durch ein Attentat eines Ḫariğiten aus Rache für seinen vernichtenden Feldzug gegen dieselben bei Nahrawān, ums Leben.

ḫāriğūn: Ğ159/29ff. Neben den Šiʿiten (den Anhängern Alis, bzw. der Familie des Proheten), und den Anhängern Muʿāwiyas (den Vorläufern der späteren Sunniten), die dritte Partei, die sich sowohl von Ali als auch Muʿāwiya losgesagt hat (Ğ163/19). Siehe DI I, 30??.

alḫāriğīya (f): die Sekte der Charidschiten, die auswärtigen Angelegenheiten. wizārat al-ḫariğiya: Aussenministerium

muḫriğ pl. -ūn: Regisseur

ḫrz

ḫaraza/yaḫr/i/uzu: durchbohren (etw.)

araz koll., n.un. (f) pl. –āt: (aufgereihte) Kügelchen o. Perlen

ḫarrāz pl. –ūn: Schuster

miḫraz pl. maāriz: Ahle, Pfriem

arzāna (f): (äg.) Gerte, Rute

ḫrs

ḫarisa/yaḫrasu: stumm sein, verstummen, schweigen

IV: verstummen machen, zum Schweigen bringen, mundtot machen

aras: Stummheit

ʾaḫras, f. ḫarsāʾ pl. ḫurs, ḫursān: stumm

ḫarasān, ḫarasāna: Beton

ḫurāsān: n.loc. Chorasan (in Transoxanien)

ḫrṣ

ḫaraṣa/yaḫruu: schätzen (z.B. eine Zahl), mutmassen (etw.), die Unwahrheit sagen, lügen

V: Lügen schmieden (ʿalā gegen jn.), fälschlich beschuldigen (ʿalā jn.)

ir, urdu., pl. irān, urān: Ohrring

ḫarrās pl. –ūn: Lügner, Verleumder

ḫrṭ

ḫaraṭa/yaḫru/iu: abziehen, abstreifen (Blätter vom Baum), drehen (Metall), drechseln (Holz)

ḫaraṭa/yaḫruu: übertreiben, aufschneiden, lügen (Äg.); in kleine Stücke schneiden, zerhacken, kleinhacken (Fleisch etc.) (Äg.)

II: in kleine Stücke schneiden, zerhacken, kleinhacken (Fleisch etc.) (Äg.)

VII inḫaraṭa/yanḫariṭu: gedreht, gedrechselt werden, sich anschliessen (an), beitreten (einer Sache), eintreten (fī, fī silk in eine Gruppe, Gemeinschaft), eindringen (in), sich losstürzen auf, sich bedenkenlos einlassen auf (), sich abmühen, ausbrechen (fī bakāʾ in Tränen), Ğ400/3 ʾilā ??

ḫāriṭa (f) pl. āt: Landkarte, Plan

ḫarīṭa (f) pl. ḫarāʾiṭ, ḫuruṭ: Landkarte, Karte, Plan

inḫirāṭ: Beitritt (zu), Eintritt (in)

ḫr ʿ

ḫaruʿa/yaḫruʿu +

ariʿa/yaraʿu: schlaff, weich, nachgiebig sein/wd.

VII: dto.

VIII: erfinden (etw.), kreiren, erstmalig schaffen (etw.)

ḫariʿ, ḫarīʿ: weich, schlaff, nachgiebig, energielos

ḫirwaʿ: Rizinus (bot.)

iḫtirāʿ pl. –āt: Erfindung

muḫtariʿ pl. –ūn: Erfinder

muḫtaraʿ pl. –āt: Erfindung

ḫrf

ḫarifa/yaḫrafu +

II: alters- u. geistesschwach sein, faseln, dummes Zeug schwatzen

ḫaraf: Schwachsinn, kindisches Wesen (eines Greises)

ḫarif u. ḫarfān: schwachsinnig, kindisch

ḫarīf: Herbst, –ī: -lich

ḫurāfa (f) pl. ḫurafāt: Faselei, dummes Zeug, Aberglaube, erfundene Geschichte, Märchen, Fabel

ḫarūf pl. ḫirāf, ḫirfān, ʾaḫrifa (f): junges Schaf, Lamm, Hammel

ḫrq

ḫaraqa/yaḫri/uqu: zerreissen, ein Loch machen, durchlöchern, durchbohren, durchbrechen, durchdringen, durchqueren (Land), verletzen (übertr.), schmälern, verstossen (gegen), brechen, übertreten (z.B. Gelübde), hinausgehen (über)

II: zerreissen, zerfetzen

V + VII: zerrissen werden, durchbohrt, durchbrochen werden

VIII: durchbohren, durchdringen, durchbrechen (etw.), durchqueren, durchschreiten, durcheilen (etw.), hindurchgehen (durch), überschreiten (Grenze etc.)

ḫarq Zerreissung, Durchbohrung, Durchbrechung, Durchbruch, Durchquerung, Verletzung, Bruch. Pl. ḫurūq: Loch, Öffnung

ḫurq, ḫurqa (f): Ungeschick, Dummheit

ʾaḫraq, ḫarāʾ (f), pl. ḫurq: ungeschickt, dumm, närrisch, verrückt, irregulär, illegal, rechtswidrig

maḫraqa: Gaukelei, Hokuspokus, Taschenspielerei, Schwindelei

iḫtirāq: Durchdringung, Durchbrechung, Durchquerung, Durchlaufen (einer Strecke), Durchbruch (Ğ238/17??, 242/27, NN9)

ḫrl

k.A.

ḫrw / y

k.A.

ḫzrğ

al-ḫazrağ: neben den ʾAws der zweite arabische Hauptstamm in Medina, wohin er wahrscheinlich im fünften Jahrhundert zusammen mit den ʾAws von Südarabien her eingewandert war. Beide konnten die alteingesessene jüdische Bevölkerung in Abhängigkeit bringen und wurden die Herren der Stadt. In der Folgezeit kam es jedoch zu Auseinandersetzungen zwischen den beiden Stämmen, oder besser gesagt zwischen einzelnen Untergruppen der Stämme. Zur Zeit der Hiğra war nach längeren Kämpfen zwar eine gewisse Ruhe eingekehrt, die jedoch nur auf die gegenseitige Erschöpfung und nicht auf einen Friedenschluss gegründet war. Im ganzen gesehen scheinen die azrağ (in erster Linie die Untergruppen Nağğār, Salima, āriṯ) von Anfang an stärker mit Mohammed verbunden gewesen zu sein als die ʾAws.

ḫzʿ

ḫazaʿa/yaḫzaʿu: abschneiden, abtrennen (etw.)

ḫazāʿ: LAD: Tod.

ḫazāʿa (f): LAD: slice, piece

ḫuzāʿa (f): n.pr. eines qurayšītischen Stammes

ḥalīl al-ḫuzāʿī: Ğ80/23 n.pr.??, Ğ105/27 uzāʿa (f): ?? , 117/12 Name eines yemenitischen Stammes, der Handelsbeziehungen mit den Banū Hāšim unterhielt.

ḫzl

ḫazala/yaḫzilu: abschneiden (etw.), hindern (jn. ʿan an), zurückhalten, fernhalten (jn. ʿan von)

VIII: abschneiden, jäh beenden (etw.), abkürzen, kürzen (etw.), stenographieren (etw.), alleinstehen (bi mit einer Ansicht)

iḫtizāl: Abkürzung, Stenographie

muḫtazil pl. –ūn: Stenograph

muḫtazal: stenographiert

ḫzm

ḫazama/yaḫzimu: aufreihen (Perlen). ḫazama ʾanfahū: die Nasenwand (des Kamels) durchbohren, sich jemanden unterwürfig machen

ḫizām, ḫizāma (f) pl. ḫazāʾim: Nasenring (des Kamels)

Banū Maḫzūm: Neben den ʿAbd Šams die zur Zeit Mohammeds bedeutendste Sippe der Qurayš und wie diese dem Propheten äusserst feindlich gesonnen. Ihr Führer war ʾAbū Ğahl.

ḫzn

ḫazana/yaḫzunu: aufspeichern, anhäufen (etw.), aufbewahren, verwahren, bewahren (etw.), in sich bergen, enthalten (etw., z.B. Bodenschätze, Fundstellen etc.), geheimhalten, bei sich behalten (Geheimnis)

II: lagern (Waren, Erdöl etc.), aufspeichern, horten (Vorräte), aufbewahren, verwahren (etw.), aufstauen (Wasser), speichern (Energie, Computer-Daten)

VIII: aufspeichern, anhäufen (etw.), aufbewahren, verwahren, aufheben (etw.)

ḫazn: Aufspeicherung, Aufhäufung, Lagerung

ḫazna (f): Schatzkammer, Tresor, Schrank

ḫizāna (f) pl. –āt, azāʾin: Schatzkammer, Geldbüchse, Geldkasten, Opferstock, Tresor, Geldschrank, Safe, Kasse (einer Behörde), öffentliche Kasse, Schrank, Bibliothek. ḫizāna aṯ-ṯalğ: Eisschrank, Kühlschrank. izāna uūīya: Privatbibliothek. ḫizāna ad-dawla/ʿāmma: Staatskasse. ḫizāna al-kutub: Bücherschrank, Bibliothek

ḫazīna pl. ḫazāʾin: Schatzkammer, Staatsschatz, Staatskasse, Kasse (einer Behörde, beim Kaufmann), Zahlstelle, Tresor. ḫazīna waqūd: Benzintank (tun.)

ḫazzān pl. –āt, ḫazāzīn: Stauwerk, Staubecken, Wasserreservoir, Sammelbecken, Sammelbehälter, Wassertank, Tank (z.B. für Öl). Pl. –ūn: Lagerverwalter

ḫāzin pl. ḫazana (f), ḫuzzān: Schatzmeister

ḫzān: Ğ313/20??

ḫzy

ḫaziya/yaḫzā: niedrig, verworfen, verächtlich sein/werden, sich schämen (min über)

ḫazā/yaḫzī: Schande bringen (über jn.), beschämen, in Verlegenheit versetzen (jn.)

IV: erniedrigen, entehren, beschämen

X: sich schämen

ḫizy, ḫazan: Schande, Schändlichkeit

maḫzīy: beschämt, verlegen, verwirrt. al-maḫzīy: der Teufel

ḫazīna pl. ḫazāʾin: Schatzkammer, Staatsschatz, Staatskasse, Kasse (einer Behörde, beim Kaufmann), Zahlstelle, Tresor

ḫsr

ḫasira/yaḫsaru: Verlust erleiden, Schaden, Einbusse erleiden, einbüssen, verlieren, unterliegen, ein Spiel verlieren, irregehen, zugrundegehen, verlorengehen (bes. relig.)

II: einen Verlust, Schaden zufügen, schädigen, vernichten, zugrunderichten, verderben (moral.)

IV: einen Verlust zufügen, Einbusse erleiden lassen, mindern, schädigen, verkürzen

X: missgönnen

ḫusr: Verlust, Schaden

ḫasrān: (äg.) Verlierer, von Schaden oder Verlust betroffen.

ḫusrān: Verlust, Schaden, Einbusse, Niedergang, Verworfenheit.

ḫāsir: Verlierer (auch im Sport), unterlegen (i. Spiel), Geschädigter, geschädigt, verloren, aussichtslos, verlustreich, verworfen, verdorben, verworfener Mensch, Schurke, verwerflich.

ḫasār: Inf. I

ḫasāra (f) pl. ḫasāʾir: Verlust, Schaden, Einbusse, Pl. Schäden, Verluste (an, auch mil.). yā ḫasāra: wie schade!

ḫsf

ḫasafa/yaḫsifu: versinken, niedersinken, verschwinden, untergehen, sich verfinstern (Mond), versinken lassen. ḫasafa -llāhu bihī  l-ʾarḍa: Allah liess ihn in der Erde versinken.

VII: versinken, niedersinken, untergehen

ḫasf: Niedrigkeit, Schande, Minderwertigkeit. sāma ḫasfan: erniedrigen, unterdrücken (jn.)

ḫš

ḫašša/yaḫi/uššu: eintreten (in )

ḫišāš: kriechendes Getier, Insekten

ḫšb

II: wie von Holz wd., mit Holz verkleiden, täfeln (etw.)

V: wie von Holz wd., hart, steif, fest, starr werden, erstarren (z.B. vor Schreck)

ḫašab pl. ʾaḫšāb: Holz, Nutzholz,

ḫšʿ

ḫašaʿa/yaḫšaʿu: inf. ḫušūʿ, unterwürfig sein, demütig sein, sich demütigen, leise werden (Stimme). ḫašaʿa bašarihī: seinen Blick senken

II: unterwürfig, demütig machen (jn.)

V: sich unterwürfig, demütig zeigen, demütig sein, gerührt sein.

ḫušūʿ: Unterwürfigkeit, Demut. (Konzentration beim Gebet, Andacht). LAD: submission, submissiveness, humility, humiliation, emotion, repentence

ḫšm

II: berauschen, betrunken machen (jn.)

ḫašm: Nase, Mund, Ausflussloch.

ḫayšūm pl. ḫayāšīm: Nasenloch, Kieme, Nase.

ḫšn

ḫašuna/yaḫšunu: rauh, grob sein, dick, derb sein, roh, ungeschliffen sein.

II: rauh, grob o. derb machen

III: sich grob, ungeschliffen benehmen (gegen )

V: sich rauh, grob o. derb zeigen, rauh, uneben sein, ein rauhes hartes Leben führen

XII iḫšaušana: rauh, grob, derb sein, ein rauhes, hartes Leben führen, sich abhärten

ḫašin pl. ḫišān: rauh, grob, grob gemahlen o. geschnitten, dick derb, roh, ungeschliffen

ḫušūna (f): Rauhheit, Derbheit, Rohheit, Härte, harte Lebensweise

ḫšy

ḫašiya/yaḫšā: fürchten (jn./etw., ʿalā für jn./etw.), befürchten (etw., ʿalā für jn.), sich fürchten (min vor)

II: in Furcht, Schrecken versetzen, erschrecken (jn.)

V: = I

VIII: verlegen sein, sich schämen

ḫašya (f): Furcht, Befürchtung.

ḫašyatan min: aus Furcht vor. ḫašyata ʾan: aus Furcht dass.

ʾaḫšā El.: furchtsamer, mehr zu fürchten

ḫašyān, f. ḫašyā, pl. ḫašāyā: ängstlich, furchtsam

maḫšāh (f): Furcht, Befürchtung.

ḫāšin: ängstlich, furchtsam.

ḫṣ

ḫaṣṣa/yaḫuṣṣu: ausersehen (jn.), auszeichnen (speziell vor anderen), bedenken (jn. bi mit etw.), zuwenden, verleihen, schenken, widmen (jm. bi etw., vor anderen), speziell gelten für, angehen, betreffen, bezüglich sein auf, Pass.: ḫuṣṣa/yuḫaṣṣu: speziell versehen/ausgestattet sein mit (bi),

ḫaṣṣahu bi-l-ḏikr: jm. o. etw. speziell hervorheben, besonders erwähnen

II: spezialisieren auf (li), bestimmen, ausersehen (jn./etw., li für einen Zweck), speziell widmen, zuwenden, zuweisen, zuteilen (etw. li jm.), reservieren, vorbehalten (etw. li jm./einer Sache, für etw.), festlegen (jn. bi auf ein Gebiet o. Fach)

III: k.A.

V: sich spezialisieren (li auf, auch bi o. auf einem wissenschaftl. Fachgebiet

VIII: auszeichnen (jn. bi mit), zuwenden, verleihen (jm. bi etw. vor anderen), widmen (jm. bi etw.), speziell für sich nehmen (li-nafsihī), in Anspruch nehmen (etw., auch: iḫtaṣṣa bi-hī nafsahū), ausgezeichnet sein, sich auszeichnen, gekennzeichnet sein (bi durch), allein o. vor anderen besitzen (bi etw.), speziell zugehören (bi einer Sache/jm.), eigentümlich sein (bi für), betreffen, angehen (bi etw.), bezüglich sein (bi auf), etw. zu tun haben (bi mit), zuständig sein (bi für), aks spezielle Aufgabe haben (bi etw.)

ḫuṣūṣ: Besonderheit. bi-ḫuṣūṣ, fī-ḫuṣūṣ, min-ḫuṣūṣ +flgd. Gen.: betreffs, hinsichtlich, in Hinsicht auf. bi-hāḏā l-ḫuṣūṣ, u. min hāḏā l-ḫuṣūṣ: diesbezüglich, hierüber, was das betrifft. ʿalā l-uṣūṣu. ʿalā wağhi l-uṣūṣi: besonders, insbesondere, insonderheit, speziell. Ğ50/8 bi-l-ḫuṣūṣ: hinsichtlich + Gen.

ḫuṣūṣī: speziell, spezial, besonderer, Sonder-, privat, persönlich. Pl.: ḫuṣūṣīyāt: Privataffären, private Dinge, persönliche Angelegenheiten.

ḫuṣūṣīya pl. āt: Eigenart, Besonderheit, besonderer Charakter (ei. Sache). Ğ27/16 fī mustawā al-ḫuṣūṣīya: auf der Ebene der Besonderheit

ʾaaṣṣEl.: spezieller. ʿalā l-ʾaḫaṣṣ u. fī l-ʾaḫaṣṣ: ganz besonders. ʾaḫaṣṣ al-ḫaṣṣa: die erlesenste Elite. Ğ36/14 min ʾaḫaṣṣ: insbesondere??

aā: Riss, Spalt, Lücke

aāa (f): Riss, Spalt, Lücke, Mangel, Not, Armut

ḫuṣūṣ: Besonderheit

ḫuṣūṣan Adv.: insbesondere, besonders, speziell. ḫuṣūṣan wa-ʾanna: zumal da, besonders deshalb weil.

ḫāṣṣ: speziell, Spezial-, besonderer, eigentümlich (bi einer Sache), bezüglich, sich beziehend auf (bi), betreffend (bi etw.), besonders bestimmt für (bi), speziell gültig, zutreffend, charakteristisch für (bi), [Ğ für D’s propre: eigen(e/es/er), eigentlich,

ḫāṣṣa (f) pl. ḫawāṣṣ: persönlicher, privater Bereich/Besitz, Besonderheit, Eigenheit, Eigentümlichkeit, spezielle Eigenschaft, spezifischer Charakter, Wesen, innerer Gehalt. al-ḫāṣṣa: die Elite, die vornehme, höhere Klasse, die gebildete Schicht der Gesellschaft. Pl. al-ḫawāṣṣ: die Vornehmen, Persönlichkeiten von Rang und Ansehen, die Gebildeten.

ḫāṣṣatan und bi-ḫāṣṣatin: insbesondere, besonders. ḫāṣṣatan wa ʾanna: zumal da, besonders deshalb weil. ḫāṣṣa al-ḫāṣṣati: die erlesenste Elite. fī ḫāṣṣatin ʾanfusihim: im Grunde ihrer Seele, in ihrem Innersten

taḫṣīṣ: Spezialisierung, Spezifizierung, Bestimmung (für einen Zweck). Pl. -āt: Zuwendung, Zuteilung, Zuweisung, finanzielle Zuwendung, Geldbewilligung, Reservierung. ʿalā taḫṣīṣu. ʿalā wağh taḫṣīṣ: speziell (Adv.)

taḫaṣṣuṣ: Spezialisierung (intr., bes. auf ein wissenschaftl. Fachgebiet)

taḫaṣṣuṣī: spezialisiert, Spezialisten-, fachlich, Fach, Spezial-, speziell

iḫtiṣāṣ pl. āt: Zuständigkeit, Kompetenz, Fachrichtung, Spezialbereich, Pl.: spezielle Züge, Besonderheiten, Eigentümlichkeiten, Vorrechte, Privilegien, Monopole, Konzessionen (i. Völkerrecht), ḏū/ḏāta al-iḫtiṣāṣ: zuständig, dāʾira al-iḫtiṣāṣ: Zuständigkeitsbereich, Ressort, Gebiet

itiṣāṣīpl. -ūn: Spezialist, Facharzt

ḫāṣṣa (f): persönlicher/privater Bereich/Besitz, Besonderheit, Eigenheit, Eigentümlichkeit, spezifischer Charakter

ḫāṣṣīya (f) pl. ḫaṣāʾiṣ: Besonderheit, Charakteristikum, Eigenheit, Eigentümlichkeit, spezifische Eigenschaft, besonderer Gehalt, Vorrecht, Zuständigkeit, Kompetenz.

muḫaṣṣaṣ: ausersehen, bestimmt (li für), zugeteilt, zugewiesen, bewilligt, Pl. -āt: (finanzielle) Zuwendungen, bewilligte Gelder, Diäten, Zuteilungen (Lebensmittel)

muḫtaṣs pl. -ūn: Zuständig(er); jm. der etw. m. etw. zu tun hat.

ḫṣb

ḫaṣaba/yaḫṣibu

ḫaṣiba/yaḫṣabu: fruchtbar sein (Boden)

II: fruchtbar machen, befruchten

IV: = I, II

ḫib: Fruchtbarkeit, Fülle, Überfluss

ḫaṣib u. ḫaṣīb: fruchtbar

ḫuṣūba (f): Fruchtbarkeit

miḫṣāb: sehr fruchtbar

ḫṣr

ḫaṣira/yaḫṣuru: kalt werden, durch Kälte leiden

III: umschlingen, um die Hüfte fassen, den Arm um js. Hüfte legen

VI: sich gegenseitig den Arm um die Hüfte legen, miteinander tanzen (die dabka)

VIII: kürzen, abkürzen, verkürzen, gekürzt wiedergeben (Buch, Rede), kurz zusammenfassen

ḫaṣr pl. uṣūr: Hüfte, Taille

miḫṣara pl. maḫāṣir: Stock, Stab, Zepter

itiṣār: Kürzung, Kurzfassung, Zusammenfassung, Kürze. Pl. -āt: Abkürzung (Schrift), verkürzte Bearbeitung (eines Buches), bi-l-iḫtiṣār u. bi-ḫtiṣār: kurz gesagt, kurzum, in kurzen Worten

muḫtaṣar: gekürzt, verkürzt, kurz, kurz gefasst, bündig, knapp. Pl. -āt: Abkürzung (i.d. Schrift), kurzer Auszug, gekürzte Ausgabe (ei. Buches), kurzgefasste Darstellung, Abriss, Grundriss, Kompendium

ḫṣq

al-ḫṣq: Ğ245/2 n.pr.??

ḫṣl

ula (f) pl. ual, -āt: Büschel, Traube, Haarlocke

ala (f) pl. iāl: Eigenschaft, Zug, Charaktereigentümlichkeit, Anlage

ḫṣm

ḫaṣama/yaḫṣimu: im Streit besiegen, abziehen, subtrahieren (von min), diskontieren

III: in Zwist liegen, streiten (mit), prozessieren,

IV: miteinander im Zwist sein, miteinander streiten, in Streit geraten, gegeneinander prozessieren, einen Prozess führen (mit maʿa)

ḫaṣm pl. ḫuṣūm, ʾaḫṣām: Gegner, Widersacher, Opponent, Prozessgegner. Ğ37/13,15 verm. Pl. ḫuṣūmāt??

ḫaṣm: Abzug, Subtrahierung, Rabatt, Diskont, LAD: competition (Wettbewerb)

ḫaṣīm pl. ḫuṣamāʾ, ḫuṣmān: Gegner, Widersacher, Opponent.

ḫuṣūma (f): Streit, Zwist, Rechtsstreit, Prozess. Ğ37/13 Pl. -āt??

ḫḍr

ḫaḍira/yaḫḍaru: grün sein

II: grün machen, grün färben (etw.). ḫaḍara l-ara: den Boden besäen, bebauen

IX: grün wd.

XI iḫḍawara: = IX.

air: grün, Grünes, grüne Saat

al-aḍir, al-ir: n.pr. einer arabischen Sagengestalt

ʾaḫḍar, f. ḫaḍrāʾ, pl. ḫuḍr: grün. ʾatā ʿalā l-ʾaḫḍar wa-l-yābis: alles schonungslos vernichten, verheerende Wirkung haben

al-ḫaḍrāʾ: Beiname v. Tunis, der Himmel (dichterische Bez.)

ḫuḍra: Grün, Gemüse

ḫuḍḍār: Gemüsehändler

ḫaḍrawāt: Gemüse, Grünwaren

ḫḍ ʿ

ḫaḍaʿa/yaḫḍaʿu: sich beugen, sich demütigen, sich unterwerfen, sich fügen, folgen, Folge leisten, gehorchen (li jm.), (einem Gesetz/einer Macht) unterworfen sein (li), etw. unterstehen (li js. Aufsicht), etw. unterliegen (li einer Prüfung, einer Änderung, Verbesserung etc.)

II +

IV: demütigen, fügsam machen, unterwerfen

III: keine Angaben (III generell für Streben o. Versuch, die Handlung an einer Person auszuüben, auf Person o. Sache einzuwirken “Zielstamm”)

VIII = I

ḫuḍūʿ: Unterwürfigkeit, Gehorsam, Demut, Unterworfensein

ʾiḫḍāʿ: Unterwerfung

ḫāḍiʿ pl. ḫuḍaʿ, ḫuḍʿān, ḫiḍʿān: unterwürfig, demütig, gehorsam, folgsam, unterworfen, unterstehend, unterstellt (li jm. o. ei. Sache); unterliegend (li einer Sache)

ḫṭ

ḫaṭṭa/yaḫuṭṭu: etw. zeichnen (), ziehen, aufzeichnen,schreiben (etw.), einritzen, eingraben (etw.), umreissen, skizzieren, vorzeichnen (etw. li jm.),

II: Linien ziehen, linieren (etw.), furchen, durchfurchen (den Boden), mit Linien, Streifen versehen, streifen, gestreift machen (etw.), nachziehen (Augenbrauen), mit Zeichen versehen, kennzeichnen, markieren (etw.), abgrenzen, abstecken, vermessen (Boden, Grundstück), projektieren (Strassen), Pläne entwerfen (li für ein Vorhaben, Projekt)

VIII: sich abzeichnen, spriessen (vom ersten Bartwuchs), vorzeichnen (einen Weg), markieren, abstecken (etw.), projektieren, entwerfen, planen

ḫaṭṭ pl. ḫuṭūt: Linie, Strich, Streifen, Strecke (Eisenbahn), Verkehrslinie, Leitung (Telephon, Erdöl), Telephonanschluss, Kampflinie, Furche, Handschrift, Schrift, Schriftart, Schreibkunst, Schreiben. …

ḫaṭṭī: linear, handschriftlich, hangeschrieben, Speer

ḫaṭṭa (f): kurzer Strich

ḫuṭṭ pl. ʾaḫṭāṭ: Stadtviertel

ḫuṭṭa (f) pl. ḫuṭaṭ: Plan, Vorhaben, Entwurf, Projekt, Kurs, verfolgte Linie

muḫaṭṭaṭ pl. -āt: gestreift, geplant, vorgeplant, planmässig gelenkt; Plan, Entwurf, Skizze.

taḫṭīṭ pl. -āt: Linierung, Linienführung, Markierung, Vermessung, Aufnahme (des Bodens durch den Feldmesser), Planung, Projektierung (v. Städten, Strassen), Plan, Entwurf,

taḫṭīṭī: die Planung betreffend, Planungs-, Entwurfs-

ḫṭ ʾ

ḫaṭiʾa/yaḫṭaʾu: irren, einen Irrtum begehen, sündigen

II: eines Fehltritts beschuldigen, für schuldig erklären, eines Irrtums bezichtigen, eine Geldstrafe auferlegen

IV: irren, einen Irrtum begehen, fehlgehen (in/bei ), sich täuschen (über ), einen Fehler machen (bei/mit ), etw. falsch machen (bei ), verfehlen, entgehen, mangeln, fehlen, Ğ269/6, 345/6 ??

ḫiṭʾ: Fehltritt, Vergehen, Sünde

ḫaṭaʾ u. ḫaṭāʾ: Irrtum, Fehler, Unrichtigkeit, Versehen. aaʾ!: falsch! aaʾan: irrtümlicherweise, aus Versehen. min al-ḫataʾ ʾan: es ist /wäre falsch, zu/dass.

aiʾ: falsch, irrend. Pl. uṭāh (f): Sünder.

aaʾan: irrtümlicherweise, aus Versehen.

aṭīʾa (f) pl. āt, aṭāyā: Fehler, Fehltritt, Vergehen, Sünde, Geldstrafe (tun.).

ʾaḫṭāʾ: Ğ53/25f?? Pl. Fehler, Versehen

muḫtiʾ: im Irrtum, fehlgehend, sich täuschend, falsch

tḫṭʾa (f): Ğ324/7??

ḫṭb

ḫaṭaba/yaḫṭubu: eine Ansprache halten, eine Rede halten, predigen, eine Predigt halten (fī-n-nāsi vor dem Volk), anhalten (um die Hand), werben (li für jn.),

III: anreden, ansprechen (jn., bi-l-kāf: mit ‘du’, duzen), das Wort richten an (), sich wenden (an ), Ğ161/21 mit fī??

VI: zueinander reden, sich unterhalten, einander schreiben

VIII: um ein Mädchen werben, anhalten.

ḫaṭb pl. ḫuṭūb: Sache, Angelegenheit, Lage, Unglück, Missgeschick, Schicksalsschlag,

ḫiṭba (f): Brautwerbung, Verlobung

uba (f) pl. uab: öffentliche Rede, Ansprache, Vortrag, Predigt, muslimische Freitagspredigt,

ḫaṭīb pl. ḫuṭabāʾ: Redner, Sprecher, Vortragender, Prediger (bes. der die musl. Freitagspredigt hält), Freier, Bewerber (um die Hand eines Mädchens), Verlobter, Bräutigam)

ḫaṭība (f): Verlobte, Braut

ḫiṭāba (f): Redekunst, Beredsamkeit, Tätigkeit des Redners, Predigers, öffentliches Reden, Predigen

ḫuṭūba (f): Brautwerbung, Verlobung

ḫaṭṭāb: Brautwerber

ḫaṭṭāba (f): Brautwerberin

ḫitāb: Anrede, Rede, Ansprache, Brief, Schreiben. MMF: Diskurs, Ğ60/17, 19 kāna al-ḫ. ʾilā die Predigt/Rede/Ansprache richtete sich an [Hier also ein Beispiel dafür, dass ḫiṭāb nicht ausschliesslich den “Diskurs” meint!??]

ḫāṭib pl. ḫuṭabāʾ, ḫuṭṭāb: Freier, Brautwerber, Bräutigam, Verlobter, verlobt

ḫāṭiba (f): Brautwerberin, Braut, Verlobte.

muḫāṭaba (f) pl. -āt: Anrede, Ansprache, Proklamation, Gespräch, Unterhaltung, Besprechung. ĞĞ: exchange, discussion, talk.

muḫāṭib pl. -ūn: Gesprächspartner

muḫāṭab: angeredet, angesprochen. al-maḫāṭab: die zweite Person (gram.)

taḫāṭub: Gespräch, Unterhaltung, Konversation, Unterredung, Sprechverkehr (telephonisch), luġa at-taḫāṭub: Umgangssprache

ḫṭr

ḫaṭara/yaḫṭiru: schwingen, vibrieren, pendeln, hin- u. herschwingen (intr., m. bi etw.), sich stolz hin- u. herneigen, sich wiegen beim Gehen, anmutig einherschreiten.

ḫaṭara/yaḫṭi/uru: einfallen, in den Sinn kommen (li jm., Ğ371/1??). LAD: occur, come back to one’s mind

III: aufs Spiel setzen, riskieren, Gefahr laufen, das Risiko eingehen,

IV: aufmerksam machen, in Kenntnis setzen, unterrichten, warnen

V: hin- u. herschwingen,

VI: miteinander wetten (ʿalā gegen Pfand)

ḫaṭar: Gewichtigkeit, Wichtigkeit, Bedeutung, Bedeutsamkeit, Ernst. Pl. ʾaḫṭār: Gefahr (ʿalā für), Gefährlichkeit, Risiko, Unsicherheitsmoment. Pl. ḫitār: verwettete, aufs Spiel gesetzte Sache, Pfand bei der Wette

ḫaṭīr pl. ḫuṭr: gefährlich, bedenklich, gewichtig, wichtig, bedeutungsvoll, schwerwiegend, ernst, schwer

ḫuṭūra (f): Gewichtigkeit, Bedeutsamkeit, Wichtigkeit, Ernst, Gefahr, Gefährlichkeit

ʾaḫṭar El.: gefährlicher, gewichtiger, ernster

maḫāṭir: Gefahren

muḫāṭara pl. -āt: Wagnis, Risiko, Abenteuer

ʾiḫṭār: Benachrichtigung, Unterrichtung, Warnung

ḫāṭir pl. ḫawāṭir: Einfall, Gedanke, Idee, Sinn, Gemüt, Geist, Wunsch. Pl.: Aphorismen….

muḫāṭir: einer, der etw. aufs Spiel setzt, riskiert, wagemutig, verwegen. Pl. -ūn: Abenteurer.

muḫāṭira pl. -āt: Abenteurerin

muḫtir: gefahrvoll, riskant.

ḫṭf

ḫaifa/yaḫafu

aafa/yaḫṭifu: wegschnappen, entreissen, an sich reissen, rauben (etw.), gewaltsam einführen (jn.), blenden (al-baṣara den Blick)

V: an sich reissen, wegraffen, schnell davontragen (etw.), fortreissen (jn., auch übertr.)

VI: sich gegenseitig entreissen (etw.)

VII: weggerissen, weggeschnappt, geraubt, hingerissen werden

VIII: an sich reissen, gewaltsam nehmen (etw.), entreissen (etw. min jm.), rauben, entführen (jn./etw.), gewaltsam entführen (jn./etw.), blenden (al-baṣara den Blick)

ḫtm

ḫaṭama/yaḫṭimu: LAD: inf. ḫaṭm, hit on the nose, bridle the nose, bridle, silence

inf. ḫatm, ḫitām, put a string to the bow

II: inf. taḫṭīm +

VIII: inf. itiṭām: bridle, muzzle

ḫaṭm: Schnauze (eines Tieres), Vorderpartie (Nase u. Mund), vorderster erster Teil, wichtige Sache. ʾaṭalla bi-ḫamihī: etwa: seine Gewalt zeigen, einsetzen (z.B. v. Unglück)

ḫiṭmī, ḫaṭmī koll., n.un. (f): Eibisch (bot.)

iām pl. uum: Nasenzügel, Halfter (d. Kamels). LAD: Zaumzeug, string of a bow

ḫaṭṭām: strong musk

ḫṭw

ḫaṭā/yaḫtū: schreiten, voranschreiten, vorwärtsgehen. ḫaṭā ḫaṭawātin wāsiʿatin: grosse Schritte machen (übertr.), ausserordentliche Fortschritte machen.

V: überschreiten (etw., auch übertr.), durchschreiten (etw.), übersetzen (Fluss), über die Ufer treten (Fluss), durchqueren, durchfahren (Meer), übergehen (jn.), hinausgehen über etw. (), sich erstrecken (ʾilā auf), übersteigen (etw.), überrunden (jn.), überholen (Fahrzeug), weitergehen (durch etw., ʾilā nach), etw. hinter sich lassen () um sich etw. anderem zuzuwenden (ʾilā), absehen (von ) um sich einer Sache zu widmen (ʾilā). taḫaṭṭā bi-hī ʾilā l-ʾamāmi: etw. vorwärtsbringen, voranbringen.

VIII: schreiten, voranschreiten.

ḫaṭw: Gang, Art zu gehen

ḫaṭwa (f) pl. ḫaṭawāt +

ḫuwa (f) pl. ḫuṭuwāt, ḫuṭan (ﻰﻄﺧ): Schritt. ḫaṭwatan ḫaṭwatan: Schritt für Schritt. sāra fī ḫuṭāhū: in js. Fußstapfen treten

ḫaṭāyā: Fehler (pl.). siehe ḫṭʾ

ḫf

ḫaffa/yaḫiffu: leicht von Gewicht sein, leicht sein, gering, unbedeutend sein, leichter werden, abnehmen, nachlassen, geringer werden, sich vermindern (ʿan in seiner Wirkung auf jn./etw., Druck, Kraft etc.), sich mildern, leiser wd., blasser, heller wd., flink, geschwind sein, eilen, sich eilends begeben zu (ʾilā),

II ḫaffafa/yuḫaffifu: leichter machen, an Gewicht vermindern (ʿan in seiner Wirkung auf jn. o. etw.), erleichtern, herabmindern, vermindern, verringern (o. min etw.), mildern, mässigen, verdünnen, ohne tašdīd aussprechen, Q18/32 wa-ḫafafnāhumā bi-naḫli:Ğ74/28: ḫaffafnā, Paret: und wir umgaben sie mit Palmen??.

V taḫaffafa/yataḫaffafu: sich leicht bekleiden, sich erleichtern, sich entledigen (min einer Sache), wegeilen von (ʿan).

X: für leicht halten (etw.), geringachten, geringachten, geringschätzen, verachten (bi jn. o. etw.), nicht wichtig nehmen (bi etw.), fortreissen, hinreissen (bi o. jn., z.B. Freude)

ḫiffa (f): Leichtigkeit (Gewicht), Geringfügigkeit, Beweglichkeit, Flinkheit, Unbeständigkeit,

ʾaḫaff El.: leichter, geringer, schwächer. ʾaḫaff aḍ-ḍararayn: das kleinere der beiden Übel

ḫafāf, ḫağar al-ḫafāf: Bimsstein

ḫuffān: Bimsstein

ḫuff pl. ḫifāf: LAD: short boot, shoe, sole (Stiefelette, Schuh, Sohle)

ḫaffāf: shoe- or bootmaker (Schuhmacher)

ḫafīf pl. ḫifāf, ʾaḫfāf, ʾaḫiffāʾ: leicht (Gewicht, auch: leicht verträglich, ʿalā für den Magen), gering, unbedeutend, schwach, spärlich, flink, beweglich, behend, gelöst, unbeschwert, lebhaft

taḫfīf: Erleichterung, Verminderung, Verringerung, Reduzierung, Milderung, Strafmilderung, Linderung, Verdünnung

muḫaffaf: verdünnt, dünn (Flüsigkeit),ohne tašdīd gesprochen

ḫfḍ

ḫafaḍa/yaḫfiu: niedriger machen (etw.), erniedrigen, herabsetzen, sinken lassen, senken (hū, min etw.), dämpfen (hū, min z.B. seine Stimme), (gramm.) den Endkonsonanten eines Wortes mit i aussprechen, in den Genitiv setzen (ein Wort). ḫafaḍa ğanāḥahū li: jm. zugänglich sein, sich m. gegenüber herablassen, aufgeschlossen sein.

ḫafuḍa/yaḫfuu: sorgenfrei, ruhig, angenehm sein (Leben), sich senken, leiser werden (Stimme)

II: senken, herabsetzen, ermässigen (Preis etc.), vermindern, verringern (etw.), dämpfen (Stimme, Licht), abwerten (etw.), lindern, mässigen (Aufregung etc.). ḫaffiḍ ʿalayka: mässige dich!, nimm es nicht so schwer! …

V: gesenkt wd., ermässigt wd. (Preis), Pass. zu II.

VII: sich senken, sinken, niedriger wd., sich tief neigen, gesenkt sein (z.B. Köpfe), sich verringern, vermindert wd., abnehmen, fallen

ḫafḍ: Erniedrigung, Herabsetzung, Senkung, Verringerung, Dämpfung, Einschränkung, Sorglosigkeit (der Lebensführung), Aussprache des Endkonsonanten mit i.

ḫfq

ḫafaqa/yaḫfi/uqu: pulsieren, schlagen, klopfen (Herz), flattern (Fahne), mit den Flügeln schlagen, flattern (Vogel), zappeln, wehen (Wind).

zucken (Blitz), schlagen (Eier, Speise etc.), ein klopfendes Geräusch machen, trapsen, ein Trittgeräusch erzeugen (Schuh).

den Kopf vor Müdigkeit auf die Brust sinken lassen, einnicken (ḫafqatan).

ḫafaqa/yaḫfiqu: untergehen (Gestirn).

II: bewerfen, verputzen (eine Wand).

IV: mit den Flügeln schlagen, flattern (Vogel), untergehen (Gestirn), erfolglos sein, scheitern, versagen, fehlschlagen, Misserfolg haben (bei).

ḫafq: Klopfen, Schlagen, Trittgeräusch

ḫafqa n.vic. (f) pl. ḫafaqāt: Schlag, Klopflaut, pochender Ton, Tickgeräusch, Flattern, Brise

ʾiḫfāq: Fehlschlag, Misserfolg

ḫfy

ḫafiya/yaḫfā: verborgen sein, versteckt sein, unbekannt sein (Tatsache, ʿalā jm.), verschwinden, sich verbergen. lā yaḫfā ʾan: es ist nicht unbekannt, dass, bekanntlich, es ist offenbar dass.

ḫafā/yaḫfī: verbergen, verheimlichen (etw.), Ğ342/9 ʿan vor??

IV: verbergen (jn./etw.), verstecken, ein Versteck gewähren (jm.), verheimlichen, geheimhalten, verhehlen (etw. ʿalā o. ʿan jm. vor jm.). ʾaḫfā aṣ-ṣawta: die Stimme senken, dämpfen. Ğ27/14, 22, verdecken

V: sich verbergen, sich verstecken, sich verkleiden

VIII: sich verbergen, sich verstecken, verschwinden, verborgen sein, unbekannt sein, mangeln, fehlen,

X: sich verbergen, sich den Blicken (js. ʿan) entziehen, verschwinden, verborgen sein

ḫafīy: verborgen, geheim, unbekannt, unsichtbar, geheimnisvoll, mysteriös,

ḫufya, ḫifya (f): Heimlichkeit

ḫu/ifyatan: insgeheim, heimlich, unbemerkt,

ḫafāʾ: Verborgenheit. fī-l-ḫafāʾi: insgeheim, heimlich,

ʾiḫfāʾ: Verbergung, Verheimlichung, Senkung der Stimme

iḫtifāʾ: Verschwinden

ḫāfin: verborgen, geheim, unbekannt, unsichtbar

ḫāfīya pl. ḫawāfin: Geheimnis, Pl.: die verdeckten Federn des Vogels (unter den geschlossenen Flügeln).

maḫfīy: verborgen

muḫtafin: verborgen, versteckt, geheim, entschwunden

ḫl

ḫalla: durchbohren;

II: durchfahren, zerteilen, durchkämmen, ausstochern, reinigen, zu Essig werden/machen, marinieren, in Salz einlegen;

III ḫālla: Freundschaft schliessen, als Freund behandeln;

IV: verstossen (bi gegen), verletzen (bi etw.), nicht erfüllen, brechen (bi eine Abmachung), im Stich lassen, verlassen (bi jn., etw.), stören, schädigen (bi etw.)

V: hindurchgehen (durch etw.), darin sein (Loch, Öffnung etc.), darin enthalten sein (in), dazwischen liegen (zwischen, auch zeitl.), dazwischen sein/treten/angebracht sein, durchsetzen, durchziehen, sich mischen (in, zwischen), darin vorkommen, geschehen, sich abspielen (in einer Epoche), einem historischen Zeitraum, v. Ereignissen)

VIII: schadhaft sein/werden, in Unordnung sein, mangelhaft, unvollkommen sein, in Unordnung geraten, ins Wanken geraten, gestört werden (Ordnung, System), …

ḫall: Essig

ḫill, ḫull pl. ʾaḫlāl: Freund, Busenfreund, Vertrauter

ḫalal pl. ḫilāl: Lücke, Zwischenraum, Bruch, Riss, mangelhafter, gestörter Zustand, Mangelhaftigkeit, Fehler, Mangel, Störung, Unordnung, Schaden, Beschädigung,

ḫilāla: Präp.: während, zwischen, durch…hindurch;

min ḫilāli: quer durch, mitten durch, aus…heraus, vermittels, aus…, auf Grund von;

fī ḫilali: während, im Verlauf von, binnen, etc.

ḫalla (f): Not, Bedürfnis, Mangel, Pl. ḫilāl: Eigenschaft, Eigenheit, Charakterzug, Anlage

ulla (f) pl. ulal: Freundschaft

ḫilāl pl. ʾaḫilla (f): Bohrinstrument, Pflock, Bratspiess, (auch ilāla (f) pl. āt) Zahnstocher

ḫalīl pl. ʾaḫillāʾ, ḫullān: Freund, Busenfreund, Vertrauter, Liebhaber, al-ḫalīl: Hebron (Stadt in Jord.), ḫalīl allāhi: Beiname Abrahams

ḫalīla (f) pl. āt: Freundin, Geliebte

ḫlğ

ḫalağa/yaḫli/uğu: zucken, zittern, beben

ḫalağa/yaḫliğu + III: durchbeben (Gefühl)

III: beunruhigen, innerlich beschäftigen, erfüllen, einnehmen (von Sorgen, Zweifeln, etc.), beseelen (jn.)

V: erschüttert werden

VIII: zucken (Auge, Glied, Körper), zittern, beben, erbeben, beseelen, bewegen, erfüllen, einnehmen (Seele, Herz etc.)

ḫalğa (f) pl. ḫalağāt: innere Regung, Seelenregung, Gewissensregung, Bedenken

alīğ pl. ulğān: Bucht, Golf, Meerbusen, Kanal. al-ḫalīğ, al-ḫalīğ al-ʿarabī: Bezeichnung des Ende des 19.Jhs. zugeschütteten Stadtkanal von Kairo. ḫalīğ al-sūwis: der Golf von Suez. al-ḫalīğ al-ʿarabī: der arabische Golf

ḫlḫl

ḫalḫala/yuḫalḫilu: schütteln, rütteln (etw.), abschütteln, lösen, entfernen (etw. von seinem Platz), locker machen, verdünnen (etw., z.B. d. Luft, chem./phys.)

II taḫalḫala/yataḫalḫilu: geschüttelt wd., erschüttert wd., sich loslösen, locker wd., sich verdünnen, verdünnt wd. (chem./phys.)

taḫalḫul: Verdünnung (chem./phys.)

mualal +

mutaalil: locker, aufgelockert, verdünnt (chem./phys.)

ḫld

ḫalada/yaḫludu: ewig bleiben, dauern, unsterblich sein, immerdar verharren (ʾilā o. bi in/bei), bleiben, verweilen,

II: ewig, unsterblich machen,

IV: ewig, unsterblich machen, verewigen (jn./etw.), bleiben, verweilen, verharren (ʾilā o.bi bei/an ei. Ort), lange verweilen (ʾilā bei), neigen, hinneigen (ʾilā zu)

ḫuld: ewige Dauer, Ewigkeit,

ḫalad pl. ʾaḫlād: Geist, Gemüt, Herz, Sinn

ḫulūd: ewige Dauer, ewiges Leben, Unsterblichkeit, ruhiges Verharren, Verweilen

taḫlīd: Verewigung

ḫālid pl. ḫawālid: ewig dauernd, unsterblich, unvergänglich, herrlich. Pl. al-ḫawālid: die Berge (dichterisch),

muḫlid: geneigt, hinneigend (zu ʾilā)

ḫls

ḫalasa/yalisu: stehlen, mausen, heimlich wegnehmen. LAD: inf. ḫals, ḫillīsa (f), snatch away clandestinely, rob by surprise, steal

III: ḫālasahū n-naīara: jn. verstohlen ansehen. LAD: inf. muḫālasa (f), snatch from (acc.), do anything furtively, dodge

IV: inf. ʾiḫlās, be half withered and half green, be half grey

V: inf. taḫallus, rob

VIII: stehlen, mausen, ergaunern, unterschlagen, veruntreuen, heimlich verbringen (Stunden)

ḫlṣ

ḫalaṣa/yaḫluu: rein, lauter, unvermischt sein, eindeutig sein (Ziel, Richtung, Idee etc.), ausschliesslich gehören (li jm.), schliesslich gelangen, kommen (zu ʾilā, zu einem Ergebnis etc.), LAD: inf. ḫulūṣ, ḫālīṣa (f), be pure, genuine. Inf. ḫuluṣ: happen, happen to. protect, preserve, save one’s self, escape safely, finish, complete.

ḫalisa/yaḫlaṣu: inf. ḫalaṣ, be broken in several places.

frei sein/werden, befreit, gerettet werden (min), loswerden (min etw.) erlöst, selig werden (chr.),

(umg.) vorbei sein, zuende sein, fertig sein, aufgebraucht sein.

II: reinigen, läutern, klären (etw.), befreien, freimachen, retten Ğ41/10 (jn. min von ), erlösen (jn., chr.), freimachen (ʿalā eine Postsendung), verzollen (ʿalā Waren, Gepäck), Zoll bezahlen (ʿalā für), abfertigen (ʿalā Gepäck), begleichen (Rechnung), (umg.) beenden (etw.). ḫallaṣa ḥaqqahū: sein Recht wiederherstellen, sich verschaffen was einem zukommt,

III: lauter, rein, aufrichtig handeln (gegen/an jm.), quitt sein/werden (mit jm.).

IV: in lauterer Gesinnung darbringen o. verrichten (etw.), verehren, widmen (etw. li jm.), loyal sein (li gegen jn.), treu (ergeben) sein (li jm.), sich ausschliesslich widmen (li einer Sache). ʾaḫlaṣa lahū l-ubba: jn. aufrichtig lieben

V: sich freimachen , loskommen (von min), loswerden (min etw.), befreit, erlöst, errettet wd. (min von)

VI: mit gegenseitiger Lauterkeit, Aufrichtigkeit handeln, miteinander quitt sein

X istaḫlaṣa/yastaḫliṣu: herausziehen (aus min), ausziehen, exzerpieren, (als Quintessenz) entnehmen, herauskristallisieren (aus min), ableiten, herleiten (von min), ausfindig machen, auswählen, ganz beanspruchen, fordern, für sich haben wollen, Summe fordern/erhalten (von min),

ḫalaṣa (f): Ğ101/3, 207/25 heidnische arab. Gottheit, Ğ208/25 u.a.: (m.) ḏū ḫalaṣa: ein Götzenbild/Idol, Ğ209/2 ein weisser Hügel bei Mekka mit Gravuren o. Bemalungen in Form einer Krone (al-Kalbī), die yemenitische Kaaba und  das heilige Haus der syrischen Kaaba (Yāqūt), Haus der ’ṯʿm??, Kaaba der Yamāma (Ibn Manẓūr)

ḫlṣ: Ğ159/5 Schutz, Protektion??.

ḫilṣ pl. ulaāʾ, ulān: LAD: sincere friend

ḫalāṣ: Befreiung, Freiwerden, Errettung (min von), Erlösung (chr.), Bezahlung, Begleichung (ein. Rechnung), Quittung, Nachgeburt.

ḫulāṣa (f): Auszug, Extrakt, Essenz, Quintessenz, das Wesentliche (einer Sache), Abriss, Resumee, Zusammenfassung, Inhaltsangabe, …, wa-l-ḫalāṣa: kurzum, kurz gesagt (die Zusammenfassung der Grundgedanken einleitend)

ḫalīṣ pl. ḫulaṣāʾ: lauter, rein, aufrichtig, treu, treuer Anhänger

ḫulūṣ: Reinheit, Lauterkeit, Aufrichtigkeit

maḫlaṣ: sicherer Ort, Zuflucht, Rettung, Erlösung

taḫlīṣ: Läuterung, Klärung, Befreiung, Rettung, Errettung, Bezahlung, Freimachung (v. Postsendungen),

ʾiḫlāṣ: aufrichtige Ergebenheit, aufrichtige Zueignung, Lauterkeit der Gesinnung, Reinheit, Unschuld (einer Liebe), Aufrichtigkeit, Treue (li gegen/zu)

taḫalluṣ: Befreiung, Freiwerden (von min), Loskommen, Lösung, Erlösung (von min).

ḫāliṣ pl. ḫullaṣ: rein, lauter, unverfälscht, aufrichtig, wahr, frei (min von), Ğ bloss??

muḫalliṣ: Befreier, Erlöser (chr.)

muḫallas (ʿalayhī): bezahlt, freigemacht (Postsendung), verzollt.

muḫliṣ: treu ergeben, aufrichtig, loyal, treu (li jm./einer Sache), lauteren, frommen Herzens. al-muḫliṣ: (in Briefen) ihr aufrichtig ergebener. al-muḫliṣūn: aufrichtige Menschen.

mustaḫlaṣ pl. āt: Auszug, Exzerpt, Extrakt. Ğ34/23 ausgewählt

istilāṣ: Herausziehung, Entnahme, Gewinnung, kurzer Auszug, Zusammenfassung des Hauptsächlichen, Auswählung. Ğ23/17 frz. triant, Sichtung, Sortierung. Ğ43/7 Auswahl??

ḫlṣ: 278/12??

ḫlṭ

ḫalaṭa/yaḫliu: mischen, vermengen, durcheindermengen (bi mit), durcheinanderwerfen, verwechseln (bayna),

II: mischen durcheinandermengen, Verwirrung stiften

III: sich vermischen (mit etw.), sich mischen (in etw.), sich daruntermischen (hum unter eine Menge, Gruppe), sich zugesellen (hum den anderen), Umgang haben, verkehren (hum mit Leuten), zu tun haben (mit anderen). ḫālaṭa nafsahū: jn. befallen (Schmerz etc.). ḫūliṭa fī ʿaqlihī: geistig verwirrt sein/wd..

VIII iḫtalaṭa/yaḫtalitu: gemischt werden/sein, bunt zusammengesetzt sein, verkehren, vertrauten Umgang haben (bi mit), in Verwirrung sein, in Verwirrung geraten.

ḫalṭ: Mischung, Kombinierung, Vermengung (bi mit), Verwechslung

ḫiṭ pl. ʾaḫlāṭ: Bestandteil einer Mischung, Ingredienz. Pl.: Gemisch.

ḫalṭa (f) pl. alaāt: Mischung, Vermengung, Durcheinander

ḫulṭa (f): Gesellschaft, Mischung

iḫtilāṭ: Mischung (Vorgang), Vermengung, Gemisch, wirres Durcheinander, Verwirrung, geistige Verwirrung, Verkehr, Umgang (mit bi).

muḫtaliṭ: gemischt

ḫl ʿ

ḫalaʿa/yaḫlaʿu: ablegen, ausziehen (ein Kleidungsstück), abnehmen (ṭarbūšahū)??, ziehen (Zahn), herausreissen, herauszerren, wegzerren (etw.), ausrenken (Gelenk), absetzen, entfernen (jn. min aus einem Amt), sich lossagen (von), ablegen, von sich werfen (Gewohnheit, Eigenschaft, Scheu etc.), aufkündigen (aṭ-ṭāʿa den Gehorsam), verstossen (seinen Sohn), sich von seiner Frau () gegen ein von ihr gezahltes Lösegeld scheiden (i.R.), hinter sich haben, hinter sich bringen (schweren Tag), verleihen (etw. ʿalā jm.), schenken, gewähren (etw. ʿalā jm.),

II: wegreissen, herausreissen, aus den Fingern bringen, aus den Angeln heben, kaputtreissen. Pass. ḫulliʿa: aus den Fugen gehen, entzweigehen

III: sich gegen ein von der Frau gezahltes Lösegeld von der Frau scheiden lassen ()

V: auseinandergehen, entzweigehen,

ḫalʿ: Abstreifung, Ablegung (der Kleidung), Herausreissung, Absetzung (z.B. eines Herrschers), ḫalʿ al-ʾasnān: Zahnziehen

ḫulʿ: Selbstloskauf der Frau aus der Ehe gegen ein Entgeld

ilʿa (f) pl. ilaʿ: Ehrenkleid

ḫalīʿ pl. ḫulaʿāʾ: abgesetzt (von einem Amt), verstossen, verworfen, ausschweifend, liederlich, moralisch verkommen, unzüchtig, pornographisch

ḫallāʿ: ausgelassen, frech, liederlich

ḫalāʿa (f): Verworfenheit, Ausschweifung, moralische Verkommenheit, Liederlichkeit, (tun.) Erholung auf dem Land, Sommerfrische

ḫawlāʿ: Tor, Dummkopf

ḫlf

ḫalafa/yaḫlufu: Nachfolger sein, nachfolgen, folgen, nach jm. kommen, an die Stelle treten von (hu), ersetzen, zurückbleiben hinter jm. (ʿan), zurück- o. ferngehalten werden, sich fernhalten von (ʿan),

II: zu seinem Nachfolger machen (jn.), hinter sich lassen (etw., warāʾahū etw.), zurücklassen (jn./etw.)

III: im Widerspruch stehen, entgegengesetzt sein, entgegenwirken, widersprechen, abweichen, nicht zu vereinbaren sein, nicht harmonieren, zuwiderhandeln, übertreten, verletzen, einen Unterschied machen, unterscheiden zwischen (bayna), nicht verwechseln,

IV: hinterlassen, Ersatz bieten, entschädigen (von Gott), (Versprechen) brechen, nicht halten, enttäuschen,

V: zurückgelassen werden, übrigbleiben, zurückgeblieben sein (ʿan in der Entwicklung), dableiben, ausbleiben, nicht erscheinen, abwesend sein, fernbleiben (ʿan einer Sache), nicht hingehen (ʿan zu), …

VI: miteinander übereinstimmen, verschiedener Meinung sein,

VIII iḫtalafa/yaḫtalifu: abweichen, verschieden sein, sich unterscheiden von (ʿan); variieren, unterschiedlich, verschiedenartig sein; schwanken zwischen (baina); strittig, umstritten, zwiespältig sein; verschiedener Meinung sein, nicht einig sein, streiten über (), nicht übereinstimmen (in , mit maʿa); häufig kommen, gehen zu, öfter besuchen (ʾilā jn./etw.), ein- u. ausgehen (ʾilā bei), wechselvoll dahingehen o. kommen (ʿalā über jn., v. Ereignissen, Lebensstadien etc.), (nacheinander) kommen (ʿalā über jn., v. Prüfungen etc.), heimsuchen (ʿalā jn.) iḫtalafa bi-ḫtilāfi: (m.flg.Gen.) verschieden sein je nach …, sich unterscheiden nach der Art von… .

X: zu seinem Nachfolger o. Stellvertreter bestimmen (jn.)

ḫālif: LAD: successor (Nachfolger), the last (der/das Letzte), stupid (dumm), bad wine (schlechter Wein).

ḫalf: Hinteres, hinterer Teil, Nachfolger (pl.); ḫalfu, min ḫalfu [??]: Adv.: hinten, ḫalfa, min ḫalfi: Präp.+Gen.: hinter, von hinten, rückwärts. FG, §291b: sekundäre Präp. im Akk.st.c.: hinter…her.

ḫalfī: hinten befindlich, hinterer, hintergründig

ḫalfīya (f) pl. –āt??: Hintergrund (eines Bildes u. übertr.), ḫalfīya (f): Hintergrund/gründigkeit

ḫulf: Verschiedenheit, Gegensatz, Kluft, Abstand

ḫalaf pl. ʾaḫlāf: Ersatz, Nachfolger, Nachkomme, Sprössling, Stellvertreter

ḫilfa (f): Verschiedenheit, Unterschied, was nach einer Sache kommt und deren Platz einnimmt, (äg.) zweite Ernte, aufgesetzter Flicken

alīfa (f) pl. ulafāʾ, alāʾif: Stellvertreter, Nachfolger, Kalif, (früher Tun.) höherer Beamter der einheimischen Verwaltung (dem qāʾid zur Seite stehend), (früher) Titel des Herrschers in Spanisch-Marokko

ḫalīfī: Kalifats-, Kalifen-

ḫilāfa (f): Stellvertretung, Nachfolge, Kalifat, Amt, Regierung eines Kalifen, Verwaltungsabteilung des ḫalīfa (tun.).

ḫilāf: Verschiedenheit, Abweichung, Kontrast, Gegensatz, Widerspruch, Meinungsverschiedenheit über (ʿalā o. ), Streitigkeit Ğ50/7 ḥawla um, darüber), Ğ348/4 pl. –āt: ??, Ğ95/10 Moh. als massgebliche Instanz (marğiʿ ) bei “Streitfall” unter den Vertragspartnern der ªaḥīfa v. Medina.

ḫilāfa (Präp.): ausser, abgesehen von. ḫilāfuhū (= ġairuhū??), ḫilāfuhum: sonstige, anderes (ausser den Genannten). wa ḫilāfuhū: und anderes mehr (nach einer Aufzählung). bi-ḫilāfi: (+ Gen.): ausser, abgesehen von, im Gegensatz zu, anders als. ḫilāfan li: im Gegensatz zu, zuwider, im Widerspruch zu. ʿalā ḫilāfi ḏālika: im Gegensatz dazu, dagegen. Ğ95/10 marğiʿ fī l-ḫilāfi huwa…: eine Quelle/ein Ursprung in dem Gegensatz/Widerspruch ist…

wağaha min ḫalfi Ğ13/31,14/1: im Hintergrund von (+ Gen.) dirigieren

muḫālafa (f) pl. -āt: Gegensatz, Widerspruch, Zuwiderhandlung, Fehlverhalten, Übertretung,

muḫālafa (f): LAD: Antithesis, contradiction, contrast, opposition, resistance, refractoriness, rebellion, transgression, discord, , enmity, disobedience

taḫalluf: Fernbleiben, Nichtanwesenheit, Zurückbleiben (i.d. Entwicklung), Rückständigkeit, zeitlicher Rückstand, Fahrtunterbrechung,

taḫāluf: Dissimilation (phon.)

ʾiḫtilāf pl. āt: Unterschied, Verschiedenheit, Unterschiedlichkeit, Meinungsverschiedenheit, Uneinigkeit, Kontroverse, Ğ28/2 mā yaqūmu baynahā min iḫtilāf: was sie unterscheidet

muḫallaf: hinterlassen, zurückgelassen, übriggeblieben. Pl. -āt: Hinterlassenschaft, Nachlass, Abfälle, Überbleibsel. Q48/11 Pl. -ūn: die Zurückgelassenen (Beduinen)

muḫālif: abweichend, verschieden, im Widerspruch, im Gegensatz stehend (li zu). Pl. –ūn: Übertreter (eines Gebotes). muḫālif al-qānūn: ungesetzlich, gesetzwidrig

muḫtalif: verschieden(e Meinungen ʿalā über), abweichend von (ʿan), mannigfach, verschiedenartig, Ğ für D’s variable, Ğ20/32 andersartig,

Ğ241/11, 322/ –ūn: ??

muḫtalaf fīhī/ʿalaihī: strittig, umstritten

ḫlq

ḫalaqa/yaḫluqu: erschaffen, schaffen, formen, bilden

ḫaluqa/yaḫluqu: alt, abgetragen sein. passend, tauglich sein.

II: parfümieren.

IV: abtragen, alt u. schäbig werden lassen.

V: Pass zu II, sich formen, sich bilden, sich wandeln (bi nach einem Vorbild), in Zorn geraten, böse werden.

VIII: ersinnen, erfinden, erdichten, andichten (jm. etw. ʿalā hū).

ḫalq: Schaffung, Erschaffung, Schöpfung, Kreaturen, Menschheit, körperliche Konstitution, Gebilde (bes. Pol.).

ḫulq, ḫuluq pl. ʾaḫlāq: Wesensart, Naturell, Charakter, Moral, Anstand, Sittlichkeit, Wut, Erregung, Temperament, Pl.: Charakter (ei. Menschen), gute Sitten, Sittlichkeit, Moral, moralische Haltung, sittliche Gesinnung,

ʿilm al-ʾaḫlāq: Ethik, Moralwissenschaft.

ḫulqī, ḫuluqī: sittlich, ethisch, moralisch, Sittlichkeits-. LAD: natural, inborn

ḫlqya (f): Ğ233/6, 372/22 Moral, Sittlichkeit??

ḫilqī: anerschaffen, angeboren, der natürlichen Eigenart entsprechend.

ḫalīq pl. –ūn, ḫulaqāʾ: dafür geschaffen, wie geschaffen (ʾan etw. zu tun), tauglich, geeignet (bi, li für eine Sache, ʾan etw. zu tun), angemessen, würdig (bi einer Sache). huwa ḫalīq ʾan: es ist für ihn natürlich, ihm angemessen. naḥnu ḫalīqūn ʾan: es wäre uns angemessen, es wäre für uns richtig dass, wir sollten….

ḫalīqa (f): Schöpfung, von Gott erschaffene Welt, Natur, Kreaturen, Geschöpfe, Naturanlage, natürliche Eigenschaft. pl. ḫalāʾiq: Kreaturen, Geschöpfe

ʾaḫlaq El.: geeigneter, tauglicher, angemessener, natürlicher

ḫalqī, ḫalqīya (f): LAD: produced by nature, natural. ḫalqīya (f): creation

ʾaḫlāqī: sittlich, moralisch, ethisch, Sittlichkeits-. Pl. -ūn: Moralist, Ethiker

ʾaḫlāqīya: Sittlichkeit, sittliche Gesinnung, moralische Haltung. Pl. ʾaḫlāqīyāt: Moral (z.B. einer Truppe)

ḫāliq: schöpferisch. al-ḫāliq: der Schöpfer

maḫlūq: erschaffen. Pl. -āt, maḫāliq: Geschöpf, Kreatur

muḫtaliq: Erfinder, Erdichter (von Unwahrheiten)

muḫtalaq: frei erfunden, erdichtet, fiktiv, apokryph, Pl. -āt: Lügnereien, Erdichtungen, Fiktionen, Apokryphen

ḫlw

ḫalā/yaḫlū: leer sein; frei sein von (min o. ʿan), entbehren, nicht besitzen, etw. vermissen lassen (min), ermangeln ei. Sache (min), vakant sein (Stellung, Amt); allein sein (bi, ʾilā, maʿa mit, ʾilā auch bei), sich isolieren, sich zurückziehen, sich widmen, sich zuwenden (li). ḫalā bihī: jm. allein/im Stich lassen; vorbeigehen, vorübergehen, verstreichen, verfliessen, verflossen sein (Zeit)

II ḫallā/yuḫallī: frei machen, räumen, lassen, verlassen, allein lassen, freilassen, abstehen, ablassen von (ʿan), etw. ablegen, aufgeben (ʿan), ḫallā sabīlahū: jemanden laufen lassen, entlassen, freigeben. ḫallā baynahī wa bayna š-šayʾ: jm. freie Hand in etw. lassen, jn. mit etw. alleinlassen, jm. den Weg zu etw. freigeben

IVʾaḫlā/yuḫlī: leer machen, leeren, entleeren (von min), freimachen, unbesetzt, unbewohnt machen, räumen, evakuieren, wegschaffen, abtransportieren, ʾaḫlā sabīlahū: jn. laufen lassen, entlassen, freigeben, ʾaḫlā samʿahū: ganz Ohr sein für, gebannt hinhören auf, ʾaḫlā baynahū wa-baynamā yaqūlu: jn. reden lassen, was ihm beliebt.

V: aufgeben, verlassen (ʿan o. min etw.), zurücktreten (ʿan o. min von), sich zurückziehen (ʿan von), im Stich lassen (ʿan jn.), abtreten, überlassen (li jm., ʿan etw.), niederlegen (ʿan ein Amt)

VIII: sich zurückziehen, allein sein (bi o. maʿa mit)

ḫilw: frei (von min)

ḫulūw: Leere, Freisein (von min),

alā +flg. Akk. o. Gen. u. māalā + flg. Akk.: ausser, mit Ausnahme von

ḫalāʾ: Leere, leerer Raum, freies Feld, offenes Land; (als Prädikat, unveränderlich) leer.

ḫālin: leer, unbesetzt, vakant; ledig, ungebunden, frei (von min), -los. ḫālin min al-ʿamal: arbeitslos. LAD: uncultivated, uninhabited

ḫuluwwu: Ğ139/23??

taḫallin: Aufgabe, Preisgabe (ʿan einer Sache), Verzicht (ʿan auf)

ḫly

k.A.

ḫlya??: Ğ237/27??

ḫm

ḫamma/yaḫummu: fegen (Raum)

ḫamma/yaḫi/ummu: verfault, übel riechen, faulen. Inf. ḫamm, ḫumūm.

ḫumm pl. ʾaḫmām: Hühnerkorb, Brutkorb, Geflügelkäfig/gehege.

ḫamma (f): Fäulnisgeruch, Gestank

ḫāmm: stinkend, faulig

muḫimm: stinkend, faulig

ḫām: siehe ḫām

ḫmd

ḫamada/yaḫmudu: erlöschen, ausgehen (Feuer), nachlassen, sich legen, sich verlieren.

IV: auslöschen (Feuer), beruhigen, beschwichtigen, stillen, unterdrücken, dämpfen, zum Erlöschen bringen (etw., übertragen).

ḫumūd: Erlöschen, Darniederlegen, Niedergang, Ruhe, Stille, Regungslosigkeit

ʾiḫmād: Löschung, Beruhigung, Beschwichtigung, Dämpfung, Beilegung, Unterdrückung, Niederwerfung (eines Aufstandes)

ḫāmid: erloschen (Feuer, Brand, Vulkan, übertr.), ruhig, still

ḫmr

ḫamara/yamuru +

II: verschleiern (eine Frau mit dem ’imār), verbergen (etw.), durchsäuern, aufgehen lassen (den Teig), in Gärung bringen, gären lassen (etw.), fermentieren (etw.), nachreifen lassen (Früchte)

III: durchsetzen (etw.), sich mischen (in), durchdringen, überkommen (jn., Gefühl, Gedanke etc.)

IV: säuern (Teig),

ḫamr f., pl. ḫumūr: Wein. Pl.: alkoholische Getränke.

ḫamra (f): Wein

ḫimār pl. ʾaḫmira (f), ḫumur: Kopfschleier, der nur das Gesicht freilässt und in der Länge zwischen Armbeuge und Knie variiert.

ḫamrī: goldbraun, bronzefarben

ḫms

II ḫammasa/yuḫammisu: fünffach machen, verfünffachen, fünfeckig machen, in fünf Teile teilen

ḫums pl. ʾaḫmās: Fünftel

ḫams (m), ḫamsa (f): fünf

ḫamsata ʿašara (m), ḫamsa ʿašarata (f): fünfzehn

ḫamsūn: fünfzig

al-ḫamsīnāt: die 50er Jahre.

ḫāmis: fünfter

muḫammas: fünfeckig, Fünfeck, Pentagon (math.), fünffach, Pentameter

ḫamīs, auch yawm al-ḫamīs: Donnerstag (JZ)

al-ʾaḫmās al-ʿarbaʿa: vier Fünftel. AEL: ḍaraba ʾaḫmās fī ʾasdās: he turned his senses towards his six relative points (namely: above, below, before, behind, right and left), an allusion to the collecting all the thoughts to examine a thing, and turning the attention in all directions.

ḫmṣ

Siehe AEL, 811f.

ḫamaṣa/yaḫmuṣu, ḫamiṣa/yaḫmaṣu: leer sein, hungrig sein (Bauch)

ḫamīṣ al-baṭn: mit leerem Magen, hungrig.

ʾaḫmaṣ al-qadam: Höhlung der Fußsohle.

ajimez (span.): in der spanisch-maurischen Architektur ein geteiltes, häufig offenes Bogenfenster, welches meist mit reichlichen und kunstvollen Ornamenten versehen ist. Gefunden auf  www.architektur-lexikon.de

ʾaḫmaṣ pl. ʾaḫāmiṣ: middle of the sole, foot, waist, with a slim waist.

ḫml

ḫamala/yaḫmulu: unbekannt sein, schwach, matt sein. ḫamala ḏikruhū: in Vergessenheit geraten sein

ḫaml +

ḫamla (f): haarige oder mit Faserflor bedeckte Seite eines Stoffes, Fasern, Faserflor

ḫamil: matt, träge

ḫumūl: Unbekanntheit, Schwäche, Mattigkeit, Trägheit, Untätigkeit, Apathie, Gleichgültigkeit, Schläfrigkeit, Reaktionsträgheit (chem.)

amīla (f) pl. ḫamāʾil: Platz mit üppigem Baumbewuchs, Dickicht, Gebüsch.

ḫmn

II: mutmassen, schätzungsweise sprechen (von), taxieren, abschätzen (etw.)

taḫmīn: Abschätzung, Vorhersage. taḫmīnan u. ʿalā taḫmīnin: schätzungsweise, ungefähr, annähernd

taḫmīna (f) pl. āt: Vorhersage

tamīnī: auf Vermutung oder Schätzung beruhend

muḫammin pl. -ūn: Schätzer, Taxator

ḫndq

ḫandaqa/yuḫandiqu: einen Graben (ḫandaqan) ziehen, seinen Posten einnehmen, sich kampfbereit machen

ḫandaq pl. ḫanādiq: Graben, Laufgraben, Schützengraben

ḫnğr

ḫanğar pl. ḫanāğir: Dolch

ḫnḫ

iḫnūḫ??: Ğ287/34n.pr. eines Propheten??

ḫnzb

al-ḫanzab: Satan, Teufel

ḫnzr

inzīr pl. ḫanāzīr: Schwein. Pl. ḫanāzīr: Skrofeln, Skrofulose (med.)

inzīra (f): Sau

anāzīrī: skrofulös

ḫns

ḫanasa/yaḫni/usu: inf. ans, unūs: remain behind, lag, allow to get behind one’s self, leave behind, seize by the thumb, speak evil of the absent. Ğ217/2 (ṬB2/639, ṬH, xv/126) = insahaba: sich zurückziehen von. zurückbleiben.

ḫanisa/yaḫnasu: inf. anas, have an upturned nose

IV: inf. ʾiḫnās, let get behind one self

V: inf. taḫannus, calumniate, slander

VII: inf. inḫinās, remain behind

al-ḫannās: Beiname des Teufels (eigtl.: der sich zurückzieht, wenn Gott genannt wird)

ʾaḫnas pl. ḫuns: eine Stülpnase habend, flatnosed

ḫunus: deer and their haunts

ḫunnas: declining stars, planets (bes. Venus, Mars)

ḫns: Ğ217/2??

ḫnfs

ḫunfus (koll.), (n.un.) ḫunfusa (f), ḫunfusāʾ pl. ḫanāfis: Käfer, Mistkäfer. firqat al-ḫanāfis: die Beatles

ḫnq

ḫanaqa/yaḫnuqu: drosseln, würgen, ersticken, erdrosseln, erwürgen, abwürgen, drosseln (jn./etw.),

III: (äg.) zanken, streiten (mit jm.)

VI: (äg.) sich zanken, sich streiten (maʿa mit jm.)

VII: pass. zu I

VIII: erstickt sein, erdrosselt, erwürgt werden, abgeschnürt sein, zugeschnürt sein (Kehle)

ḫanq: Erwürgung, Erdrosselung, Drosselung (übertr.), Abdrosselung. ḫanq al-ʾanwār: Verdunkelung

ḫunāq pl. ḫawāiq, ḫawānīq: Erstickung, Angina (med.), Halsbräune, Diphterie (med.)

ḫannāq: würgend, drosselnd. Pl. –ūn: die Erdrosselnden (Ğ295/15].

ḫināq: Strick o. Schnur zum Erdrosseln, Hals, Kehle. ḍayyaqa l-ḫināq ʿalā: jm. den Würgestrick festziehen, jn. hart bedrängen. ʾaḫaḏa bi-ḫināqihī: jn. bei der Kehle packen. Ğ254/13 šaddada l-ināq ʿalayhī: ??

ḫināqa (f): Schlägerei, Streit

ḫwb

k.A.

ḫāʾib: siehe ḫyb

ḫwḏ

ḫuḏ: Ğ84/2??

III: LAD: dissent (nicht übereinstimmen) from and by opposition, agree with

IV: urge on (antreiben, anspornen)

VI: make a compact (Pakt) or covenant (Vertrag, Bund)

ḫūḏa (f) pl. ḫuwaḏ: Helm, Sturzhelm

ḫwḍ

ḫāḍa/yaḫūḍu: hineinwaten, sich hineinstürzen (in etw.), sich mutig einlassen (auf etw.), eindringen, sich versenken (o. in etw.), eingehen auf (), behandeln (),

II: hineinwaten in ()

ḫawḍ: Hineinstürzen, Eintritt (in einen Kampf, eine Unternehmung etc.), Eindringen, Eingehen (auf etw.)Erörterung, Behandlung (eines Themas).

ḫwr

siehe ḫyr

ḫwṣ

ḫūṣ (koll., n.un. (f)): Palmblätter

ḫūṣa (f): (äg.) Geflecht aus Palmblättern (ähnlich dem Panama-Geflecht, zur Fütterung des Tarbusch verwendet)

ḫiwāṣa (f): Palmblattflechterei

ḫwḍ

ḫāḍa/yaḫūḍu: hineinwaten (ins Wasser), sich hineinstürzen (in etw.), sich mutig einlassen (auf etw.), eindringen, sich versenken (o. in), eingehen (auf), behandeln (ein Thema). ḫāḍa al-maʿraka: sich in die Schlacht/den Kampf stürzen

II: hineinwaten (in)

ḫawḍ: Hineinstürzen, Eintritt, Eindringen, Eingehen (auf), Erörterung, Behandlung (eines Themas)

ḫwṭ

k.A.

ḫwf

ḫāfa/yaḫāfu: sich fürchten, Furcht, Angst haben (o. min vor), befürchten (o. min etw.), fürchten (ʿalā für jn./etw., ʾan dass)

II + IV: ängstigen, in Furcht versetzen, erschrecken, Furcht einflössen

V: = I

ḫawf: Furcht, Angst (min vor), ḫawfan: aus Furcht (min vor, ʿalā um). ḫawf maraḍī: Phobie

maḫāfa (f) pl. maḫāwif: Furcht, Angst. Pl.: Ängste, Befürchtungen, Besorgnisse, Schrecknisse, Gefahren

taḫawwuf: Angstzustand, Furchtsamkeit

ḫāʾif pl. ḫuwwaf: furchtsam, ängstlich, in Furcht (min vor), erschrocken (min vor), ängstlich besorgt (ʿalā um, für)

ḫīfa (f): Angst, Furcht (min vor)

ḫwl

II ḫawwala/yuḫawwilu: verleihen, gewähren, bewilligen, (Recht, Macht etc. zu etw.) einräumen (hū, li).

ḫāl pl. ʾaḫwāl, ḫuʾūl, ḫuʾūla (f): Onkel mütterlicherseits. Pl. ḫilān: Muttermal, Leberfleck im Gesicht, Schönheitsfleck, Schönheitspflästerchen.

ḫāla (f) pl. -āt: Tante mütterlicherseits

ḫawal: was jm. gegeben ist, Besitz, Eigentum, Güter, besonders an Vieh u. Sklaven, Dienerschaft.

ḫwla (f): Ğ273/22: n.pr.??

ḫwm

k.A.

siehe ḫām und ḫm

Ğ130/6 tḫwm??

ḫwn

ḫāna/yaḫūnu: treulos, verräterisch sein/handeln (an), verraten (jn.), betrügen (jn.), täuschen, trügen (jn.), im Stich lassen, verlassen (jn.), versagen (jm., Stimme etc.), nicht einhalten (etw.), brechen (ʿahdan einen Vertrag). ḫānahū ğaybuhū: sein Geldbeutel war zu schmal, sein Geld reichte nicht. ḫānahū at-tawfīq: der Erfolg versagte sich ihm.

II: für treulos, verräterisch, unzuverlässig halten/erklären (jn.), misstrauen (jm.)

V: beeinträchtigen, schädigen (etw.)

VIII: täuschen, betrügen, verraten (jn.)

X istaḫwana: misstrauen (jm.)

ḫiyāna (f) pl. –āt: Treulosigkeit, Treuebruch, Verrat, Täuschung

ḫiyānī: verräterisch

ḫawwān: unzuverlässig, treulos, verräterisch, trügerisch. Pl. –ūn: Verräter

ḫāʾin pl. ḫawana (f), ḫawwān: treulos, unzuverlässig, verräterisch, Verräter

ḫiwān, ḫuwān pl. ʾaḫwina (f), ḫūn: Tisch.

ḫyb

ḫāba/yaḫību: scheitern, fehlschlagen, ohne Erfolg sein, vereitelt werden (Hoffnung), fehlgehen

II+IV: scheitern lassen, vereiteln, zunichte machen, enttäuschel,

ḫāba ʿāmālahū: seine Hoffnungen enttäuschen

ḫaiba (f), pl.: ḫaibāt: Scheitern, Fehlschlag, Misserfolg, Enttäuschung

ḫybr

Ğ113/18 n.loc.

ḫyr

ḫāra/yaḫīru: wählen, bevorzugen,

II: wählen lassen, vor die Wahl stellen, vorziehen, bevorzugen (etw. ʿalā vor)

III: wetteifern (mit jm.), wählen lassen, vor die Wahl stellen (jn.)

V: wählen, auswählen (jn./etw.)

VIII iḫtāra/yaḫtāru, 2.p.m. iḫtarta: wählen (), auswählen, erwählen, ausersehen, vorziehen (ʿalā) , Ğ337/29 li ??

X: das Gute/Beste () für sich suchen/erbitten (von), ein Orakel o. Los befragen

ḫayr: Gutes, Wohl, Bestes, Wohltun, Vorteil, Nutzen, Wohlbefinden. Pl. ḫuyūr: Gut, Besitz, Gottesgabe, Vermögen. (syntaktisch als Elativ:) besser, vorzüglicher, bester, vorzüglichster. Pl. ḫiyār, ʾaḫyār: bessere, vorzüglichere, beste, vorzüglichste. …

ḫayrī: wohltätig, karitativ

ḫayrīya (f): Wohltätigkeit

ḫayyir: gut, tugendhaft, grossmütig, wohltätig, wohlwollend, gütig, freundlich

ḫayra (f) pl. –āt: Gutes, gute Tat, gute Sache, Pl. ḫayrāt: Güter, Schätze (z.B. d. Bodens, d. Landes), Gottesgaben

ḫīra (f) u. iyara: Bestes, Erlesenes, Elite, Auslese

ʾaḫyar, f. ḫīrā, ḫūrā, pl. ʾaḫāyir El.: vorzüglicher, besser, trefflicher

uḫayrā: LAD: never, dim. of ʾāḫar

ḫiyār pl. -āt: Wahl, freie Wahl, Option, Ausübung eines Wahlrechts, Rücktrittsrecht, Bestes, Erlesenes, Auslese

iḫtiyār pl. āt: Wahl (auch pol.); Auswahl, Bevorzugung (ʿalā, vor); freie Wahl; Willensfreiheit (philos.);

iḫtiyāran: aus freiem Willen, freiwillig.

muḫayyar: vor die Wahl gestellt, die freie Wahl habend

muḫtār: freiwillig entschlossen, frei in seiner Wahl (bei)…

muḫtāran Adv.: freiwillig, aus freien Stücken…

iḫtiyārī: freiwillig; fakultativ.

ḫyšm

siehe ḫšm

ḫyṭ

ḫāṭa/yaḫīṭu: nähen (etw.)

II: nähen (etw.), zunähen (einen Riss, eine Wunde), schneidern (Kleider, Anzüge)

ḫayṭ pl. ḫuyūṭ, ʾaḫyāṭ, ḫīṭān: Faden, Zwirn, Zwirnsfaden, Schnur, Bindfaden, Faser, Staubfaden (bot.), Strahl. ḫuyūṭ al-fağr al-ʾūla: die ersten Morgenstrahlen. ḫuyūṭ ṣulba: Hartfasern (Mar.). ḫayṭ ʿamal: ein Funke/eine Spur Hoffnung

ḫayṭī: fadenartig, faserig

ḫiyāṭ: Nadel

ḫiyāṭa (f): Näherei, Näharbeit, Nadelarbeit, Schneiderhandwerk, Schneiderei

ḫayyāṭ pl. –ūn: Schneider

ḫayyāṭa (f) pl. –āt: Schneiderin

muḥīṭ: siehe ḥwṭ

ḫyl (1)

ḫāla/yaḫālu: sich einbilden, glauben, denken, dass… (ʾan), jm./etw. halten für (hū hū)

II: jm. glauben machen dass (ʾilā, ʾan); jm. etw. eingeben (Empfindung ʾilā, hū); jm. etw. ausmalen/vorspiegeln dass (ʾilā, hū, ʾan). Pass: ḫuyyila ʾilayhī/lahū ʿan: er bildete sich ein, stellte sich vor; es kam ihm so vor; es schien ihm als ob. ʿalā  mā ḫayyalat an-nafs (AW??): wie es die Seele eingibt, d.h., wie es gerade kommt, wie es sich trifft, aufs Geratewohl, ohne langes Überlegen.

IV: zweifelhaft, unklar sein; jm. verwirren ();

V: sich vorstellen, sich einbilden; sich (in jms. Geist) darstellen; Gegenstand der Vorstellung o. Einbildung werden; scheinen

VI: so tun (jm. gegenüber, als ob li, bi); sich viel einbilden, eingebildet sein; aufgeblasen einhergehen; einherstolzieren, sich Hirngespinste in den Kopf setzen; schemenhaft erscheinen, sich abzeichnen;

VIII: sich viel einbilden, eingebildet sein, aufgeblasen einhergehen, einherstolzieren.

ḫayāl pl. ʾaḫyila (f): Gespenst, körperloser Geist, Illusion, Phantasie, Einbildungskraft, Vorstellungskraft, Traumbild, Einbildung, Phantasiebild, Vision, Abbild, Schatten, schwacher Abglanz. [Ğ14/22]: Vorstellungskraft,

ḫayāla (f), pl.: ḫayālāt: Gespenst, Phantom, Phantasiebild, Phantasiegebilde, Film, [Ğ, 12/4 für Debrays fantasmes, Wahnvorstellungen, Phantasmen]

ḫayālī: illusorisch, imaginär, nur in der Einbildung bestehend, utopisch, unrealistisch, ideell, Ğ14/26 für imaginaire. ġairu ḫayālī: illusionslos.

maḫīla (f) (مخيلة): Einbildung, Dünkel, Hochmut; pl.: maḫāyil: geistige Bilder, Vorstellungsbilder, Visionen, Ahnungen, An-, Kenn-, Vor-Zeichen.

muḫāyil: PAIII, (Ausdruck des Strebens die Handlung an einer Person oder Sache auszuüben, o. auf Person o. Sache einzuwirken)

muḫāyal: PPIII

taḫyīl (تخييل) pl. maḫāyīl möglich (مخاييل) Ğ15/15, 285/8, FG§102: Vorspiegelung, Schauspielerei. fann at-taḫyīl: Schauspielkunst.

maḫāla (f): FG§78.3: Präfix ma- bildet Nomina loci u. temporis, bisweilen auch Nomina causae. Demnach hier: Ort/Zeit/Grund des sich etw. einbildens/der Verwirrung(?). Der Morphemtyp mit Femininendung mafʿalatun bildet aber denominale, von einem Nomen abgeleitete Ortsbezeichnungen(Ğ14/29). Part.pass.I würde maḫīlun lauten.

taḫayyul (تخيل) pl. taayyulāt: Einbildung (Ğ14/28, maydanu t-taḫayyul: Tätigkeitsbereich der Einbildung), Vorstellung, Phantasie, Wahnidee, Hirngespinst, (inf. V). [Ğ14/28]

mutaḫayyil (part.a. V); mutaayyal (part.p. V) [Ğ14/18, 14/23] sich darstellend, dargestellt.

taayyulī: phantastisch, imaginär

itiyāl: Stolz, Hochmut

muḫayyila (f) (مخيلة ): Einbildungskraft, Phantasie Ğ14/24,26,28. (Part.A.II glauben machen, vorspiegeln, einbilden)

muḫayyal (m) (مخيل): Part.P. II glauben gemacht, vorgespiegelt, eingebildet, Ğ14/30

muḫīl: zweifelhaft, unklar, verworren. muḫyil: verwirrend

miḫyāl al-iğtimāʿī [FG§78 n.instr. Ğ14/18 imaginaire social, frz.: das sozial Imaginäre, gemeinschaftl. erdacht, gesellschftl. nicht wirklich, nur in der kollektiven Einbildung vorhanden, etc.] Pl. maḫāyīl möglich (مخاييل) Ğ15/15, 331/32, 334/13 pl. ??. FG§121.1

miḫyālī: imaginär

siehe auch yl (2)

ḫālī: siehe ḫlw

ḫyl (2)

II: galoppieren (zu Pferde)

ḫayl (koll.) pl. ḫuyūl: Pferde, Pferdestärke, PS

ḫayyāl pl. (f), -ūn: Reiter

ḫayyāla (f): Kavallerie (mil.)

ḫym

II: sein Zelt aufschlagen, zelten, kampieren, sich niederlassen, verweilen, ruhen, lagern, liegen (ʿalā auf, o. bi an einem Ort), sich verbreiten, herrschen (ʿalā, fī, bi an einem Ort, z.B. Stille, Schweigen, Friede), ḫayyama l-layl: die Nacht brach herein

V: sein Zelt aufschlagen, lagern

ḫayma (f) pl. –āt, iyām, iyam: Zelt, Sonnendach, Markise, Laube, Hütte (aus Zweigen u. Laub für den Flurwächter, lib.)

ḫyn

ḫiyāna (f): Ğ347/25,  LAD: deceit, treachery, abuse of confidence. (Betrug, Verrat, Missbrauch des Vertrauens, Vertrauensmissbrauch), sie ḫwn.


ḫām
ḫb
ḫbʾ
ḫbr
ḫbz
ḫbw
ḫtr
ḫtm
ḫtn
ḫṯʿm
ḫğl
ḫdʿ
ḫdm
ḫḏ
ḫḏk
ḫḏl
ḫḏw
ḫr

Advertisements
  • Trackback are closed
  • Comments (0)
You must be logged in to post a comment.
Advertisements