ġayn غ


ġāʾ

Ğ38/9,14 ilġāʾ waḍʿīya: Aufhebung v. Bedingungen, Konditionen, Voraussetzungen, Umstände.

siehe lġw

ġ(ā)ʾr

ġāʾir: siehe ġwr

ġāy

siehe ġy

ġb (1)

ġabba/yaġubbu +

IV: jeden zweiten Tag heimsuchen (ʿalā, hū jn., v. Fieber)

ġibb: Ende, Ausgang, Ergebnis, Resultat, Folge. zārahū ġibban: jd. in Abständen besuchen,

ġibba Präp.: nach

ġabab pl. ʾaġbāb: Wamme (des Rindes), fleischiger Kehllappen

maġabba (f) pl. –āt: Ende, Ausgang, Ergebnis, Resultat, Folge

ġb (2)

ġabba/yaġubbu: = ʿabba, hinunterstürzen, gierig trinken (etw.)

ġubba (f): Schluck, Zug.

ġbr

ġabara/yaġburu: vorübergehen, vergehen, verfliessen, vorüber, vergangen, verflossen sein

II: mit Staub beschmutzen/bedecken, den Staub aufwirbeln. ġabbara fī wağhihī: jn. überholen, jm. zuvorkommen, überlegen sein

IV: = II

V: staubbedeckt, staubig sein/werden

IX: staubfarbig sein

ġabir: wieder aufbrechend (Wunde)

ġubra (f): Staubfarbe

ġabara (f): Staub

ġubār: Staub,

ʾaġbar, f. ġabrāʾ, pl. ġubr: staubfarben, staubbedeckt. al-ʾaġbar: die Erde, der Erdboden. al-ġabrāʾ: die Erde

ġd

siehe ġdw

baġdād: n.loc. Bagdad.

ġdr

ġadara/yaġdi/uru: treulos, verräterisch handeln (fī, bi o. an jm.), ein falsches Spiel treiben (bi o. mit jm.), betrügen, verraten, täuschen (bi o. jn.)

III: verlassen (jn./etw., ʾilā in Richtung nach), abreisen (ʾilā nach)

ġadr: Treulosigkeit, Verrat, Verräterei,

muġādara (f): inf. III.

ġdq

ġadiqa/yaġdaqu: reichlich sein, strömen (Regen)

IV: = I, die Fülle geben (ʿalā jm.), überhäufen (mit etw. ʿalā jn.), in reichem Masse geben (etw. ʿalā jm.)

ġadiq: reichlich (Wasser, Regen)

muġdiq: reichlich (Wasser, Regen)

ġdm

k.A.

ġdn

XII iġdawdana: üppig und lang wachsen (Haar)

ġadan: Schlaffheit, Mattigkeit, Weichheit

ġidān: Kleiderhaken

muġdawdin: üppig, lang (Haar)

ġdw

ġadā/yaġdū: am Morgen weggehen o. wohin kommen, gehen, sich wegbegeben, werden zu, in einen Zustand kommen. mit flgd. Impf. es ist (mit ihm) dahingekommen, dass er…, es kam dahin, dass jetzt…; ġadā yustaʿmalu: es ist jetzt gebräuchlich geworden o. in Gebrauch gekommen. ġadā wa-rāḥa: hin-u. hergehen, kommen u. gehen.

ġadiya/yaġdū?: frühstücken.

II: ein Frühstück geben, ein Mittagessen geben,

III: am Morgen gehen zu

ġad: morgiger, folgender Tag; min/fī (al-)ġad: am folgenden Tag, morgen, an einem zukünftigen Tag. ṣabāḥa ġadin: morgen früh. ṣabāḥa l-ġadi: am Morgen des folgenden Tages. ʿālamu l-ġadi: die Welt von morgen. fī ḏāti ġadin: irgendwann in der Zukunft, bald einmal.

ġadāʾ pl. ʾaġdiya (f): Mittagessen

ġadāh (f) pl. ġadawāt: Morgenfrühe, al-ġadāh: das Morgen, der morgige Tag, die Zukunft. al-ġadāta: heute morgen

ġadan: morgen, an einem zukünftigen Tag

ġḏw

ġaḏā/yaġḏū: füttern, ernähren (bi mit).

II ġaḏḏā/yuġaḏḏī: füttern, (er)nähren (hū bi jn. mit), versorgen, unterhalten speisen

V: taġaḏḏā/yataġaḏḏā: gefüttert, ernährt werden (mit bi), sich nähren von (bi), versorgt, gespeist werden (bi, z.B. elektr. Strom).

VIII: gefüttert, ernährt wd.

ġaḏw: Fütterung, Ernährung.

ġiḏāʾ pl. ʾaġḏīya (f): Nahrung, Speise. Pl.: Nahrungsmittel

ġiḏāʾī: Nahrungs-, Nähr-

ġr

ġarra/yaġurru: irreführen, täuschen (bi o. jn.), verblenden (jn.)

II: dto., verführen (bi jn.)der Gefahr aussetzen, gefährden, aufs Spiel setzen (bi jn./etw.). ġarrara bi-nafsihī: sich in die Gefahr stürzen, sein Leben aufs Spiel setzen

VIII: verblendet, verleitet wd., sich täuschen lassen (bi durch), sich täuschen (bi über), dünkelhaft o. eingebildet sein/wd.

X: unvermutet, unerwartet kommen (zu jm.), überraschen (jn.)

ġarr: Schwertschneide

ġirr pl. ʾaġrār: unerfahren, “grün”, Greenhorn, Rekrut (Äg., Syr., mil.), unachtsam.

ġurra (f) pl. ġurar: weisser Stirnfleck bei Pferden, Blesse, Bestes, Schönstes (v. ei. Sache), Glanzpunkt. ġurra aš-šahr: der erste Tag des Monats. fī ġurra al-ʿām: am ersten Januar des Jahres.

ġarar: Risiko, Gefahr

ġurūr: Täuschung, Illusion, Einbildung

ġarūr: trügerisch, täuschend

ġarīr: getäuscht, verleitet…

ġirār: Schwertschneide, ʿalā ġirār: in Eile, (in Kürze/kurzgesagt?), ʿalā (min) ġirār+Gen.: nach Art/Muster von, ʿalā hāḏa l-ġirār: in dieser Art

ġarrār: trügerisch

ġarāra (f): Unbedachtheit. ʿalā ġarāra (+ Gen.): nach Art von, nach dem Muster von.

ġirāra (f) pl. ġarāʾir: Sack (für Stroh, Getreide, Mehl etc.), Beutel

maġrūr: getäuscht, verleitet, verblendet, eitel, eingebildet

ġrāmši

ġrāmši: N.pr. Antonio Gramsci, 1891-1937

ġrb

ġaraba/yaġrubu: weg-, fortgehen, sich entfernen von (ʿan).

ġaraba/yaġrubu: untergehen (Sonne etc.).

ġaruba/yaġrubu: fremd sein, seltsam, dunkel, sonderbar, schwer verständlich sein. lā-yaġruba ʿanka ʾan: es wird dir nicht entgangen sein dass, es ist dir doch bekannt dass. Ğ128/17 aš-šayʾ allaḏī yağibu ʾan lā yaġruba ʿan al-bāl: die Sache welche nicht der Aufmerksamkeit entgehen darf??

II: sich entfernen, nach Westen gehen, aus der Heimat vertreiben, verbannen, des Landes verweisen, verwestlichen.

IV: sonderbares, seltsames sagen o. tun, die üblichen Grenzen überschreiten bei (), übertreiben (),

V: in die Fremde gehen, auswandern,

VIII: in die Fremde gehen, auswandern,

X: fremd, seltsam, sonderbar, ungewöhnlich finden,

ġarb: Westen, Okzident, Heftigkeit, Ungestüm. al-ġarb: der Westen, die westliche Welt.

ġarban: westlich, westwärts

ġarbī: westlich, okzidental, europäisch,

ġurba (f): Abwesenheit vom Vaterland, Trennung vom Vaterland, Verbannung, Exil, Fremde.

ġurāb pl. ġirbān, ʾaġrub, ʾaġriba (f): Krähe, Rabe, Hinterhaupt, Schneide (bes. d. Beils)

ġarīb pl. ġurabāʾ: fremd (ʿalā o. ʿan jm.), seltsam, ungewöhnlich, merkwürdig, eigenartig, sonderbar, erstaunlich, wunderbar, grotesk, schwer verständlich, dunkel (Sprache), entlegen, ausgefallen (Wort), Pl. ʾaġrāb: Fremdling, ausser Landes, in der Fremde Weilende,

ġarība (f) pl. ġarāʾib: Besonderheit, seltsame, auffallende Sache, Merkwürdigkeit, Wunderding

ġurūb: Untergang (der Sonne, eines Sterns)

ġurūbī: tawqīt ġurūbī: Zeitrechnung bei der die Stunden vom Sonnenuntergang an gezählt wd. i.Ggs. zu tawqīt zawālī: Stundenzählung vom Höchststand der Sonne an.

ġarāba (f): Merkwürdigkeit, Seltsamkeit

iġtirāb: Trennung von der Heimat, Auswanderung, Verwestlichung (intr.)

istiġrāb: Befremdung, Verwunderung, Betroffenheit

maġrib pl. maġārib: Ort o. Zeit d. Sonnenuntergangs, Westen, Okzident, Gebet bei Sonnenuntergang. al-maġrib: Nordwestafrika, der Maghreb, Marokko,

ġrs

ġarasa/yaġrisu: einpflanzen, hineinsetzen, -stellen, einfügen, bepflanzen (mit bi). Ğ373/24 u. zuvor:i.Zsh. m. Kultur: kultivieren??

IV: (ein)pflanzen.

VII: eingepflanzt werden, einsinken.

ġars pl. ʾaġrās: gepflanzt, Pflanze, Setzling

ġrḍ

IV ʾaġraḍa/yuġriu: ʾġraa l-ġara: das Ziel erreichen.

V: Partei ergreifen, eine Vorliebe haben, eingenommen sein für (li), persönliche Zwecke verfolgen.

ġaraḍ pl. ʾaġrāḍ: Zielscheibe, Ziel, Absicht, Zweck, Gegenstand des Wunsches, (persönl.) Interesse (fī ʾaġrāḍihim: in ihren Interessen), Neigung, Voreingenommenheit, Vorurteil. Pl.: Dinge des tägl. Bedarfs, Sachen, Gegenstände. li-ġaraḍi + Gen.: zwecks. al-ġaraḍ min hāḏā šayʾin: das Ziel dieser Sache, o. das damit verfolgt wird, die Absicht dabei.

ġaraḍī: Tendenz-.

ġarīḍ: frisch, zart.

taġarruḍ: Vorurteil, tendenziöse Haltung.

muġriḍ: parteiisch, tendenziös. Pl. -ūn: parteiischer Mensch, Mensch mit Vorurteil, von persönlichen Interessen geleiteter Mensch.

mutaġarri: parteiisch, tendenziös. Pl. ūn: parteiischer Mensch, Mensch mit Vorurteil, von persönlichen Interessen geleiteter Mensch.

ġrf

ġarafa/yaġri/ufu: inf. ġarf, löffeln, schöpfen (etw.), aus dem Kochtopf (o.ä.) entnehmen/schöpfen um aufzutragen (Essen), anrichten (Mahl)

VIII: schöpfen (etw. min aus)

ġurfa (f) pl. ġirāf: mit der Hand geschöpfte Wassermenge, Handvoll. Pl. ġuraf: Zimmer im Obergeschoss, Zimmer, Stube, Kammer (auch als öfftl. Körperschaft der Verwaltung etc.), Raum, Abteil, (saudi-ar.:) Häuschen mit einem Raum f.d. Moscheediener (neben der Moschee)

ġrq

ġariqa/yaġraqa: ein-, unter-, tauchen, ver-, sinken (in), untergehen, ertrinken, vertieft, versunken sein (in), ganz aufgehen in (), ganz eingehüllt sein, rings umhüllt, umgeben sein (von)

II: ei-, unter-, tauchen, versenken, ertränken, überfluten,

IV: = II, die üblichen Grenzen überschreiten, übertreiben, übertrieben tun, masslos sein (alles mit ),

V: versenkt werden

X: versinken, versunken sein, voll o. ganz beanspruchen, in Anspruch nehmen, ausfüllen, beschäftigen, dauern

ġarīq pl. ġarqā: ertrunken, Ertrunkener, vertieft, versunken (in ).

al-ʾiġrīq: Ğ40/24 die Griechen??

ġaraq: Überschwemmung??

ġrm

ġarima/yaġramu: bezahlen (Geldstrafe etc.), Verlust erleiden

II: zu einer Geldstrafe verurteilen (jn.), eine Geldstrafe auferlegen (jm./in Höhe von)

IV: = II, Pass. ʾuġrima: sehr gern haben (bi jn./etw.), verliebt, vernarrt sein (bi in)

V: zu einer Geldstrafe verurteilt werden

ġurm: Schaden, Verlust

ġarām: Leidenschaft (bi für), Liebe (bi zu), Liebesleidenschaft, heisses Verlangen (bi nach), Strafe

ġrām: Gramm

maġram pl. maġārim: Schaden, Verlust, Schuld, Zahlungsverpflichtung, Geldbusse

muġram: verliebt, vernarrt (bi in)

ġrn

ġarina/yaġranu: LAD: dry up (austrocknen, trockenlegen)

ġaran pl. ʾaġrān: eagle, crawfish (Flusskrebs, Languste)

ġarin: weak (schwach)

ġurna (f): kneading-through (Backtrog), through

ġarīn: (angeschwemmter) Schlamm

ġrnq

ġurnuq, ġirnīq pl. ġarānīq: Kranich (zool.). Ğ69/13 i. Zshg. m. Sure 53/19 an-nağm, weisen die Historiographen auf eine abrogierte Kranichgeschichte, qiṣṣa l-ġarāniq, hin, vgl. THvi/108. Kommentatoren bestreiten dies aus Gründen der Offenbarungschronologie. Beispiel für “satanische Verse”.

ġrw

ġarā/yaġrū: leimen, mit Leim ankleben

II: = I

IV: begierig machen (jn., bi nach), anspornen, anreizen, anstacheln, antreiben (bi zu), verlocken, verführen (bi zu), hetzen (bi gegen), herbeiführen, hervorrufen, Pass.: ʾuġriya: heftig begehren, lieben (bi etw.), anhangen (bi einer Sache). ʾaġrā l-ʿadāwata bayna: Feindschaft verursachen o. säen unter.

lā ġarwa: kein Wunder!, es ist nicht verwunderlich.

ʾiġrāʾ: Anreizung, Ansporn. Pl. -āt: Verlockung, Verführung.

ġryntš

grīnitš: n.loc. Greenwich. (JZ)

ġz

IV: dornig, stachelig sein

ġazza (f): Gaza

ġzr

ġazura/yaġzuru: viel, reichlich sein, im Überfluss vorhanden sein

ġazr: Überfluss, Fülle, grosse Menge

ġazīr pl. ġizār: viel, reichlich, im Überfluss vorhanden, dicht wachsend, reich (bi an). ġazīr al-mādda: kenntnisreich. ġazīr al-mawād: eine Fülle von Information bietend (Buch)

ġazāra (f): Überfluss, Fülle, grosse Menge

ʾaġzar El.: reichlicher, reichhaltiger, reicher (an etw.), kenntnisreicher

ġzl

ġazala/yaġzilu: spinnen (etw.)

ġazila/yaġzalu: sich verliebt benehmen (bi gegenüber einer Frau), den Hof machen (bi einer Frau), flirten (bi mit einer Frau), in Versen preisen (bi etw.)

III: Liebesworte sagen (einer Frau), den Hof machen (einer Frau), flirten, kokettieren (mit einer Frau)

V: den Hof machen (bi einer Frau), flirten, liebäugeln (bi mit einer Frau), in Libesgedichten besingen (bi eine Frau, auch jn.), hochpreisen (bi etw.)

VI: miteinander flirten

VIII: spinnen (etw.)

ġazl: Spinnen. Pl. ġuzūl: gesponnener Faden, Garn

ġazal: Flirt, Liebe, Liebesworte, Unterhaltung zwischen Verliebten, Liebespoesie

ġazalī: Liebes-, erotisch

ġazil: erotisch

ġazāl pl. ġizlān, ġizla (f): Gazelle (zool.)

ġazzāl: (Garn-)Spinner

ġzw

ġazā/yaġzū: erstreben (etw.), meinen (etw.). ei. Kriegs-, Beutezug, Überfall unternehmen (hū hū gegen jn. o. etw.), überfallen, einfallen, einbrechen (in), erobern (), überkommen (). ġazā s-sūq: den Markt überschwemmen. Ğ361/14 maʿa-hu: mit jm. etwas wünschen, beabsichtigen, ihm darin folgen.  AEL: ġazāhu: he willed, desired, sought it, he aimed at it, intended it, meant it

ġazw: Überfall, Einfall, Invasion, Angriff, Eroberung. al-ġazw wa-l-qufūl: Kriegserklärung und Friedenschluss (Ğ349/9)

ġazwa (f) pl. ġazawāt: Kriegszug, Beutezug, Überfall, Einfall, Invasion, Angriff, Eroberung, Eroberungszug.

maġzan () pl. maġāzin: Sinn, Bedeutung, Moral (ei. Geschichte), Motto, Tragweite. maġzan daqīq??: feiner Sinn. ḏū maġzan: bedeutungsvoll, aufschlussreich, vielsagend.

maġzāh (f) pl. maġāzin: Kriegszug, Beutezug. al-maġāzī: die Kriegszüge des Propheten

ġāzin pl. ġuzāh: wer einen Beutezug/Kriegszug unternimmt, Angreifer, Eroberer.

al-ġāzī: der Kriegsherr, Ghazi.

ġāziya (f) pl. ġawāzin: Tänzerin. LAD: conquering (siegreich) expedition, hostile (feindlich) invasion, war against the infidel (Ungläubige).

ġsq

ġasaq: Dämmerung

ġsl

ġasala/yaġsilu: waschen, reinigen, putzen,

II: gründlich waschen

VIII: sich waschen, baden, ein Bad nehmen, die grosse rituelle Waschung (des Körpers) vornehmen (i.R.)

ġasl: Waschung

ġusl: Waschung, grosse rituelle Waschung, d.h. eine allgemeine Waschung des Körpers (i.R.), Waschwasser.

ġisl: Waschwasser.

ġasla (n.vic. (f)) pl. ġasalāt: Waschung

ġasīl: gewaschen, (schmutzige o. gewaschene) Wäsche,

ġsn

ġassānī: ghassanidisch

al-ġassānīyūn: die Ghassaniden (alte arabische Dynastie in Syrien).

ġassān: Ğ116/22 Ghassaniden??

ġšm

ġašama/yaġšimu: ungerecht tyrannisch behandeln, unterdrücken (jn.), ungerecht, tyrannisch handeln (gg. jn.), gedankenlos, aufs Geratewohl handeln (in etw.)

VI: sich dumm, unerfahren stellen

X: für dumm, unwissend, unerfahren halten (jn.)

ġašm: Unterdrückung, ungerechte Behandlung

ġašūm: ungerecht, tyrannisch, Bedrücker, Tyrann

ġšw

ġašā/yaġšū: kommen (zu, nach)

ġašiya/yaġšā: verdecken, verhüllen (jn., etw.), kommen über, überwältigen, dunkel sein (Nacht)

ġašiya/yaġšā: kommen (zu), aufsuchen, besuchen, beschlafen (), decken (das Weibchen), nachgehen, folgen (einer Begierde), begehen (etw.). pass.: ġušiya ʿalayhī: bewusstlos, ohnmächtig werden, in Ohnmacht fallen

II: bedecken, verhüllen, einhüllen (jn./etw.), eine Decke o. Hülle breiten (über), verkleiden (etw. bi mit), überziehen, plattieren (etw.). ġaššāhā mā ġaššā: Q53/54, Paret: er hat sie auf jene Weise (mit einem Steinregen) eingedeckt

IV: dunkel sein (Nacht), eine Decke o. Hülle breiten (ʿalā über)

V: sich bedecken (bi mit), sich einhüllen (bi in)

X: in Kleider hüllen, um nichts zu sehen o. hören (sein Haupt)

ġṣ

ġaṣṣa/yaġaṣṣu, 1.p.pf ġaṣiṣtu: ersticken, würgen (bi an), überfüllt, vollgestopft, vollgepfropft sein (bi mit),

IV: ersticken (jn.)

VIII: überfüllt, vollgestopft, vollgepfropft sein

ġuṣṣa (f) pl. -āt, ġua: was ein Würgen in der Kehle hervorruft, tödliche Bedrängnis, Qual, Röchellaut, Pl.: Röcheln. ġuṣṣa l-mawt: Todesqualen

ġāṣṣ: angefüllt, vollgestopft,

ġṣb

ġaṣaba/yaġṣibu: gewaltsam, widerrechtlich wegnehmen, rauben (ʿalā, min jm.), sich widerrechtlich aneignen, usurpieren, zwingen, nötigen (zu ʿalā), entführen, vergewaltigen, schänden, Gewalt antun, bezwingen (ʿalā jn.),

VIII: = I

ġaṣb: gewaltsame, widerrechtliche Wegnahme, Usurpation, ungesetzliche Willkür, Zwang, Nötigung

ġaṣban Adv.: u. bi-l-ġaṣbi: zwangsweise, gewaltsam, ġaṣban ʿanhū: wider seinen Willen, ihm zum Trotz

iġtiṣāb: gewaltsame, widerrechtliche Wegnahme, Raub, widerrechtliche Aneignung, Usurpierung, Usurpation, Schändung, Vergewaltigung, Zwang, Nötigung

ġḍ

ġaḍḍa/yaġi/aḍḍu, 1.pf.. ġaḍaḍtu: frisch, saftig, zart sein/wd.,

ġaḍḍa/yaġuḍḍu: niederschlagen, senken (o. min das Auge, den Blick, aus Schamhaftigkeit o.ä.), herabsetzen, schmälern, (ver-)mindern (min den Wert, das Ansehen js./einer Sache). ġaḍḍa ṭarfahū: die Augen niederschlagen. ġaḍḍara an-naẓara o. ġaḍḍa ṭarfa ʿan-hū: über etw. hinwegsehen, etw. unberücksichtigt lassen, übersehen, nicht beachten, nichts dagegen haben

[pf. med. gem.: ġaḍḍa, ġaḍḍat, ġaḍaḍta, ġaḍaḍti, ġaḍaḍtu, ġaḍḍā, ġaḍḍatā, ġaḍaḍtumā, ġaḍḍū, ġaḍaḍna, ġaḍaḍtum, ġaḍaḍtunna, ġaḍaḍnā]

ġaḍḍ: Abwendung (d. Blickes)

ġaḍḍ: frisch, saftig, zart, üppig (Pflanze), ganz jung und unberührt (v. späteren Entwicklungen)

ġuḍḍa (f): Mangel, Fehler

ġḍb

ġaḍiba/yaġḍabu: zornig, böse, ärgerlich, wütend sein/werden, sich ärgern (min o. ʿalā über), zürnen (min o. ʿalā jm.), sich einsetzen (li für), verteidigen (li etw.)

III: verärgert sein (über), verfeindet sein (mit)

IV: erzürnen, zornig, wütend machen, in Zorn versetzen, ärgern, herausfordern, reizen (jn.)

V: = I

ġaḍab: Zorn, Wut, Ärger, Unwille, Eifer, Ereiferung (li für), ġaḍaban li: zum Schutze von

ġaḍib: zornig, erzürnt, wütend, ärgerlich

ġāḍib: dto.

ġaḍba (f): Wutanfall, Zornausbruch, Zorn

ġḍw

IV: die Augen schliessen, hinwegsehen (ʿan, hū über), nicht sehen wollen, übersehen, durchgehen lassen, unbeachtet lassen (ʿan, hū etw.), Nachsicht haben (ʿan mit), ein Auge zudrücken (ʿan bei). Ğ168/24 ʿalā ??

VI: so tun als ob man nichts merkt, unbeachtet lassen (ʿan etw.)

ġṭf

ġaṭafān: bedeutender Verband mehrerer Stämme im Neğd im Nordosten von Medina. Sie lagen in alter Fehde mit den Hawāzin??. Nach recht glücklosen Unternehmungen Mohammeds gegen die aṭafān unterstützten diese die Qurayš bei der Belagerung Medinas im Jahr 627. Dabei spalteten sich aber die Aschdschaʾ?? von den übrigen aṭafān ab, nachdem es ihr Führer Nuʿaym?? es verstanden hatte Misstrauen zwischen die Qurayš und die aṭafān zu streuen. Der Hauptteil der aṭafān unter Ujaina?? stand dann auch während des Feldzugs nach ’aybar auf seiten der Juden gegen die Muslime, kämpfte aber nicht. Erst bei der Eroberung Mekkas finden wir Ujaina im Lager der Muslime, doch blieb der Stamm zu Mohammeds Lebzeiten im grossen und ganzen heidnisch. (LP Transkription=??)

ġṭw

ġaṭā/yaġṭū: etw. bedecken ()

II ġaṭṭā/yuġaṭṭī: bedecken, ein-, verhüllen (bi, hū jm., etw. mit); decken (Kosten, d. Tor, etc.); erfassen, abdecken (engl. to cover); in den Schatten stellen, verdunkeln (ʿalā jm., etw.); übertönen, stärker, ausschlaggebender sein als (ʿalā);

V: bedeckt, eingehüllt, verhüllt werden (bi mit), sich bedecken, sich einhüllen, sich verhüllen.

VIII = V

ġiṭāʾ pl. ʾaġṭiya: Decke, Hülle, Bedeckung (= Kleidungsstück), Schlafdecke, Decke, Deckung (einer Währung), ġiṭāʾ ar-raʾs: Kopfbedeckung. taḥta ġiṭāʾ (+ Gen.): unter dem Deckmantel von. Ğ238/8 ġiṭāʾ li-sulūkihim: ??, Ğ270/8 ġiāʾ al-idīyūlūğī: ideologischer Deckmantel o.ä.??, Ğ304/

ġfr (1)

ġafara/yaġfuru: verzeihen, vergeben (etw. li jm.), lāyuġfaru: unverzeihlich

VIII: verzeihen, vergeben (etw. li jm.), lā yaġtafaru: unverzeichlich

X: um Verzeihung bitten (li / min / hū für)

ġafr: Verzeihung, ġafran (ﺍﺮﻔﻏ): Verzeihung!

ġafūr: gern/viel verzeihend (bes. Gott), bereit zu vergeben (Paret)

ġifra (f): LAD: Pardon, foregiveness

ġufrān: Verzeihung, Vergebung. ʿīd ṣawm al-ġufrān: Jom Kippur, Versöhnungstag

maġfira (f): Verzeihung, Vergebung

maġfūr: al-maġfūr lahū: (dem verziehen worden ist=) der Verstorbene, der Verblichene, der Selige

ġfr (2)

ġafara/yaġfiru: II: be-/überwachen (ʿalā jn./etw.)

ġufra (f): Decke, Deckel

ġafīr: zahlreich, reichlich (Menge), gross (Zahl, Anzahl). Pl. ġufarāʾ: Wache, Wachtposten. ğam/ğamm ġafīr: grosse Anzahl o. Menge, zahlreich versammelte Menge.

ġfl

ġafala/yaġfulu: vernachlässigen (ʿan etw.), nicht achten auf (ʿan)

II: nachlässig, sorglos, unachtsam machen (jn.)

III: die Unachtsamkeit, js. Achtlosigkeit, Sorglosigkeit benutzen o. sich zunutze machen, überraschen, überrumpeln

IV: vernachlässigen, nicht achten, übergehen, auslassen, ohne nähere Bezeichnung lassen,

V: = III

VI: Achtlosigkeit, Sorglosigkeit heucheln, so tun als ob man unachtsam/sorglos sei, vernachlässigen, nicht achten auf (ʿan), sich nicht interessieren für (ʿan)

X: = III, für dumm halten, zum Narren halten

ġufl: sorglos, achtlos, ohne Namen, anonym, nicht versehen mit (min),

ġafal: Unachtsamkeit, Achtlosigkeit, Sorglosigkeit

ġafla (f): Unachtsamkeit, Achtlosigkeit, Sorglosigkeit, Gleichgültigkeit, Dummheit, Stupidität,

ġaflān: nachlässig, sorglos, unachtsam, unaufmerksam, schläfrig, dösig

taġfīl: Verdummung

ʾiġfāl: Vernachlässigung, Nichtbeachtung, Ausserachtlassung, Auslassung, Übergehung

taġāful: Vernachlässigung

ġāfil pl. -ūn, ġufūl, ġuffal: nachlässig, sorglos, unachtsam, unaufmerksam. Q7/173 pl. ġāfilūn: Paret: Ahnungslose.

muġaffal: ap

ġl

ġalla/yaġullu: hineinstecken, einfügen (in/zwischen), eindringen, eintreten, ein Halseisen, Handfesseln anlegen, fesseln, Ertrag abwerfen, Ernte einbringen (Boden). ġalla yadahū ʾilā ʿunuqihī: seine Hand an den Hals fesseln, d.h. nichts ausgeben oder hergeben, geizig sein. …

II: fesseln,

IV: Ertrag abwerfen, liefern, Ernte einbringen, einbringen (ʿalā jm.),

V: eintreten, eindringen

VII: = V

X: einheimsen, gewinnen, ernten (etw.), Ertrag/Gewinn ziehen, Ernte erhalten (aus etw., bes. aus einem Landgut o.ä.), nutzbringend anlegen, verwerten (etw.), Nutzen ziehen (von jm./aus etw.), ausnutzen, ausbeuten (jn./etw.)

ġill: Groll, Hass, Bosheit

ġull: brennender Durst

ġulla (f): brennender Durst

ġalla (f) pl. ġallāt, ġilāl: Ernteertrag, Gewinn, Ertrag, Einkommen (bes. aus der Landwirtschaft), Getreide, Korn, Früchte

istiġlāl: Ausnutzung, Nutzbarmachung, Ausbeutung (Mine, Land, Arbeit), Niessbrauch.

istiġlālī: der Ausbeutung dienend, Ausbeutungs-, Ausnutzungs-.

mustaġill pl. -ūn: ausbeuterisch, (einheimsend), Pl.: Ausbeuter, Nutzniesser, Ausnutzer

mustaġall: ausgebeutet, (eingeheimst)

ġāl??: Ğ278/9, 346/15??, LAD: ġālpl. ġālāt: lock ofa door. (Türschloss)

ġālin pl. ġalāt:dear, expensive, costly, precious, seething, boiling, zealot. (teuer,kostbar, brodelnd, kochend, Zelot, Glaubenseiferer)

ġālīya (f) pl. ġawālī:perfume of musk and ambergris (Parfüm aus Moschus und Ambra).


ġlb

ġalaba/yaġlibu: überwinden, überwältigen, besiegen (ʿalā jn.), schlagen (hū hū o. ʿalā jn. etw.), die Oberhand gewinnen, siegen (ʿalā o. hū hū über jn./etw.), meistern (ʿalā o. etw.), sich bemächtigen (ʿalā o. einer Sache), übermannen (o. ʿalā jn.), entreissen, rauben (jm. ʿalā etw.), vorherrschen, dominieren, überwiegen (ʿalā in, bei einer Sache), wahrscheinlich sein. ġalaba ʿalā ẓ-ẓann: wahrscheinlich sein. taġlibu ʿalayhī aṣ-ṣiḥḥatu o. al-ğiddatu: ziemlich, fast fehlerfrei o. neu sein. yaġlimu ʿalayhī al-karamu: seine hervorstechendste o. beherrschende Eigenschaft ist der Edelmut

II: oberhand gewinnen lassen (ʿalā über), darüberstellen (etw. ʿalā über)

III: sich bemühen zu besiegen (jn.), bekämpfen (jn./etw.), kämpfen, ringen (mit), überkommen (jn., z.B. Schlaf),

IV: k.A.

V: siegen, Herr wd., die Oberhand gewinnen (ʿalā über), überwältigen, überwinden, meistern (ʿalā etw.), fertig wd. (ʿalā mit), brechen (ʿalā einen Widerstand), überwiegen (ʿalā etw.)

VI: miteinander ringen

ġalab: Besiegung, Überwindung

ġalaba (f): Sieg, (äg.) Geschwätz, Gewäsch.

ġālib: dominierend, mit flgd. Gen. o. Suff.: die meisten , der grösste, überwiegende Teil. Pl. ġalaba (f): Sieger. Ğ51/5 fī l-ġālibi: meistens

ġāliban, ġāliban mā, fī-l-ġālib: meistens, in den meisten Fällen, grösstenteils, im allgemeinen, höchstwahrscheinlich. wa-l-ġālib ʾan: und meistens ist es so, dass. Ğ20/22: bal al-ġālib fīhā: sondern das Dominierende in ihnen ist.

ġālibīya: Mehrheit, Majorität, überwiegender Teil.

ʾaġlab El.: (+ Gen.) der grösste, überwiegende Teil, die Mehrzahl, die meisten, das meiste von. fī-l-ʾaġlab: in den meisten Fällen, meistens, im allgemeinen. fī-l-ʾaġlab wa-l-ʾaʿamm: dto., Ğ165/17 fī-l-ʾaġlab al-ʾaʿamm: dto.??

ʾaġlabīya (f): Mehrheit, Majorität, überwiegender Teil

taġallub: Überwindung, Überwältigung, Meisterung (ʿalā einer Sache)

maġlūb: besiegt, unterlegen, rezessiv, verdeckt (biol.). maġlūb ʿalā ʾamrihī: hilflos.

ġlṭ

ġalia/yaġlau: inf. ġala, einen Fehler machen o. begehen, einen Irrtum begehen, irren, sich täuschen

II: eines Fehlers o. Irrtums beschuldigen (jn.), einen Fehler o. Irrtum begehen lassen (jn.)

III: in Irrtum o. Fehler zu verstricken suchen (jn.), irreführen, zu einer falschen Meinung veranlassen (jn.), betrügen, beschwindeln, hereinlegen (jn.)

IV: einen Fehler oder Irrtum begehen lassen (jn.)

VI: einander irreführen, beschwindeln

ġalaṭ pl. ʾaġlāṭ: Irrtum, Fehler, fehlerhaft, falsch

ġlẓ

ġalua/yaġluu +

ġalaa/yaġliu: dick, grob, rau sein/werdendickflüssig, zäh werden, hart, rücksichtslos behandeln (ʿalā jn.)

II: dick, grob, rau machen, verdicken, vergröbern, leisten (hl. Eid)

IV: ʾaġlaẓa lahū al-qawla / fī l-qawli: jn. grob anfahren, grob, unhöflich reden. Ğ237/20 ohne qawl??

X: dick, grob, rauh werden, dick, grob, rauh finden (etw.)

ġilaẓ: Dicke, Grobheit, Rauhheit, Härte, Rücksichtslosigkeit, Rohheit, Unhöflichkeit.

ġilẓa (f): Dicke, Grobheit, Rauhheit, Härte, Rücksichtslosigkeit, Rohheit, Unhöflichkeit.

ġalīẓ pl. ġilāẓ: dick (z.B. Vorhang, Stoff), dick und ungeschlacht (Leib), dickflüssig, fest, zäh (Speise), grob (Gewebe, Worte, Mensch), rauh (Boden), derb, grobschlächtig, hart, roh, rücksichtslos, flegelhaft, unverbrüchlich, heilig (Bündnis, Eid),

ʾaġlaẓ El.: dicker, gröber, rauher, unhöflicher. Ğ223/17 ʿalā ʾaġlaẓ: ??

ġlġl

ġalġala/yuġalġilu: eindringen, eintreten, eintauchen, untertauchen (in), hineinstecken, eintauchen (etw. in)

II: taġalġala/yataġalġalu: eindringen, eintreten, eintauchen, untertauchen (in), sich tief darin () befinden, voranschreiten (fī ṭ-ṭarīq auf dem Weg), hereinbrechen (Nacht), sich einmischen

mutaġalġil: tief darin () befindlich, tiefgehend, intensiv (Beziehungen)

ġlf

II ġallafa/yuġallifu: in eine Hülle, Umhüllung, einen Umschlag, ein Futteral stecken/einwickeln/umhüllen (etw.), bedecken (etw., bi mit), ,it einem Umschlag versehen (ein Buch)

ġulfa (f): Vorhaut

ġilāf pl. āt, ʾaġlifa (f), (obs.) ġuluf: Hülle, Umhüllung, Futteral, Umschlag, Scheide (des Schwertes). mawḍūʿ al-ġilāf: Umschlag-/Titel-Thema (einer Zeitschrift MGL)

ġlq

ġalaqa/yaġliqu: schliessen, verschliessen, verriegeln

ġaliqa/yaġlaqu: verfallen (Pfand)

II: schliessen, verschliessen, verriegeln

IV: =II, für verfallen erklären (rahnan ein Pfand, eine Hypothek), pass. ʾuġliqa: dunkel, zweifelhaft, unverständlich sein (ʿalā jm.). LAD: shut the door. make the camel’s back sore beyond remedy. compel (zwingen) to (ʿalā)

VII: geschlossen, verschlossen, verriegelt sein/werden, unverständlich sein

X: dunkel, unverständlich sein, kompliziert, schwierig sein

ġalaq pl. ʾaġlāq: Schloss, Vorlegeschloss

ġaliq: dunkel, zweifelhaft, schwerverständlich

ġilāqa (f): Zahlungsrest, Saldo

muġlaq: geschlossen, verschlossen, verriegelt, dunkel, zweifelhaft, schwerverständlich.

ʾiġlāq: Schliessung, Verschliessung, Verriegelung, Abriegelung, Verschluss, Verfallserklärung (eines Pfandes, einer Hypothek)

ġlm

ġalima/yaġlamu: von Sinnenlust, sinnlicher Begierde ergriffen sein

VIII: = I

ġulma (f): Sinnenlust, Fleischeslust, sinnliche Begierde, Brunst

ġulām pl. ġilmān, ġilma (f): Jüngling, Junge, Bursche, Sklave, Diener, Kellner. W.Schmucker, Coranica, in: Orientierungen 2/95: junge Schreibanwärter.

ġlw

ġalā/yaġlū: das Mass, die gebührenden Grenzen überschreiten, zu weit gehen (in), übertreiben (etw.)

ġalā/yaġlū: hoch sein (Preis), teuer sein/wd., im Preis steigen (Ware)

II: verteuern (etw.), den Preis einer Sache erhöhen

III: das Mass, die gebührenden Grenzen überschreiten, zu weit gehen (in), übertreiben (etw.), einen zu hohen Preis verlangen, zu viel verlangen (bi für), hoch veranschlagen (bi eine Sache), hoch einschätzen (bi etw.)

IV: = II, für teuer/kostbar erklären, schätzen (etw.), hochpreisen (etw.)

VI: das Mass, die gebührenden Grenzen überschreiten (in, bei), übertreiben (bi, fī etw.)

X: teuer, kostspielig finden (etw.)

ġulūw: Überschreitung der gebührenden Grenzen, Übermass, Übertreibung

ġalāʾ: Teuerung, Verteuerung, Ansteigen (der Preise), hoher Preis.

ġulawāʾ, ġulwāʾ: Überschreitung der gebührenden Grenzen, Übermass,

ʾaġlā El.: teurer, kostbarer

ġulāh (f) pl.v. ġālin: Ğ208/18: Anhänger der Šīʿa. Ğ212/2 u. zuvor ??, Ğ276/21 Gruppe um al-Muḫtār, siehe auch flg. Eintrag. Ğ285/24: d.h.: diejenigen welche zu weit gehen im Anspruch auf ihre Prophetennachfolge.

ġālin: teuer, kostbar, kostspielig, teuer, lieb, geliebt, enorm, ausserordentlich, extrem, extravagant. Pl. ġulāh (f): Anhänger einer extremen Sekte, Extremer, Extremist, Radikaler, Radikalist, fanatischer Anhänger, Fanatiker

muġālī: P.A. III.

maġālāh (f): Ğ347/19  Verrat, vgl.   mġl.

ġly

ġalā/yaġlī: kochen sieden, gären

II: zum kochen, sieden, gären bringen

IV: = II.

ġm

ġamma/yaġummu: bedecken, verhüllen (etw.), mit Trauer, Schmerz, Kummer erfüllen (jn.), schmerzen, bekümmern (jn.), Pass.: ġumma: dunkel, unverständlich sein (ʿalā jm.)

II: bedecken, verhüllen (etw.)

IV: bewölkt sein (Himmel), mit Trauer, Schmerz, Kummer erfüllen (jn.), schmerzen, bekümmern

VII: bekümmert, traurig sein, sich grämen

VIII: = VII

ġamm pl. ġumūm: Kummer, Gram, Traurigkeit, Sorge

ġumma (f): Kummer, Gram, Traurigkeit, unruhige, sorgenvolle Zeit, Besorgnis, kummervolle Lage

ġamām (koll., n.un. (f)) pl. ġamāʾim: Wolken, ḥabb al-ġamām: Hagel

ġmd

ġamada/yaġmi/udu: in die Scheide stecken (das Schwert), hineinbohren (das Schwert in die Brust), einhüllen, bedecken (jn., bi-raḥmatihī mit seiner Gnade, v. Gott)

II: die Fehler js. () verbergen

IV: in die Scheide stecken (das Schwert)

V: einhüllen, bedecken (jn., bi-raḥmatihī mit seiner Gnade, v. Gott)

ġimd pl. ʾaġmād, ġumūd: Scheide

ġmr

ġamura/yaġmuru: viel, reichlich sein (Wasser), überströmen (intr.)

ġamara/yaġmuru: überfluten, überschwemmen, übergiessen (etw., bi mit), hineinlegen (etw. in eine Flüssigkeit), hineintauchen, -versenken, hineinversetzen, einbetten (jn./etw. in, bes. übertr. in eine Umwelt, Atmosphäre), überhäufen, überschütten (jn. bi mit), erfüllen (jn./das Herz, von Gefühlen)

III: sich (blindlings) stürzen (o. in), wagen, riskieren (bi etw.). ġāmara bi-nafsihī: waghalsige Dinge unternehmen, sein Leben aufs Spiel setzen

VIII: bedecken, verschlingen (etw., vom Wasser)

ġamr: Überflutung, Überschwemmung (trans.). Pl. ġimār, ġumūr: Wasserflut, Flut (auch übertr.), alles bedeckend, überflutend (Wasser), von überströmender Freigebigkeit, grosszügig.

ġamr, ġumr pl. ʾaġmār: unerfahren, einfältig

ġamra (f) pl. ġamarāt, ġimār: Wasserflut, Flut (auch übertr.), Überschwang des Gefühls, Hitze des Kampfes, Schwierigkeit, Widerwärtigkeit, Not. Pl. ġimār: Flut (übertr., z.B. v. Ereignissen), Überfluss, Fülle. ġamarāt al-mawt: Todeskampf, Todespein.

muġāmara (f) pl. –āt: riskantes o. tollkühnes Unternehmen, Abenteuer, Risiko

ġāmir: überflutend, allumfassend, übermässig, im Übermass vorhanden, überströmend, öde, wüst, leer (Land). ḍawʾ ġāmir: Flutlicht

ġmz

ġamaza/yaġmizu: befühlen, betasten (jn., bi mit), ein Zeichen machen (jm., bi mit), mit den Augen winken, zublinzeln (jm.), zwinkern (bi mit Augen), sticheln (ʿalā o. bi gegen), eine spöttische Bemerkung machen (bi o. ʿalā über jn.), denunzieren (bi o. ʿalā jn.)

VI: einander Zeichen geben, sich zuzwinkern, sich durch Zeichen verständigen (bi über jn.),

VIII: herabsetzen, als gering, verächtlich bezeichnen (etw.)

ġamza (f) pl. ġamazāt: Zeichen, Wink (m.d. Auge), Blinzeln, Augenzwinkern, Stichelei, Witzelei, spöttische Bemerkung

ġms

ġamasa/yaġmisu: eintauchen, eintunken, untertauchen, versenken (in)

II: = I

VII: eingetaucht, untergetaucht, versenkt werden, sich stürzen (in), sich hingeben (einer Sache)

VIII: = VII

ġamīs: verborgen, unbekannt

ġamūs: unheilvoll, unheilbringend

ġmḍ

ġamuḍa/yaġmuḍu +

ġamaa/yaġmuu: verborgen sein, sich verbergen, sich schliessen (Auge), dunkel, schwer verständlich sein

II: dunkel, schwer verständlich machen, schliessen, verschliessen (ʿaynayhi ʿan die Augen vor, gegenüber), schlafen (absol.),

IV: trüben, schliessen, verschliessen (Augen), so tun als ob man nicht sähe, übersehen, aushalten, ertragen (ʿan, ʿalā etw.),

VII: sich schliessen, geschlossen sein (Auge)

VIII: dto., schlafen

ġumḍ: Schlaf

ġumūḍ: Dunkelheit, Schwerverständlichkeit, Geheimnis, Rätselhaftigkeit, Ungeklärtheit, Ungewissheit

ġāmiḍ pl. ġawāmiḍ: verborgen, dunkel, schwerverständlich, undurchsichtig, rätselhaft, geheimnisvoll

ġāmiḍa (f) pl. –āt, ġawāmiḍ: ungelöste Frage, Rätsel, Geheimnis. ġawāmiḍ ʾafkāruhū: js. geheimste Gedanken

ġn

ġanna/yaġannu, 1.pf. ġanintu: durch die Nase sprechen, näseln

ġann: näselnde Aussprache, Nasalierung

ġunna (f): näselnde Aussprache, Nasalierung. Pl. -āt: näselnder Ton, Ton (auch der Klage, des Bedauerns etc.)

ʾaġann, f.: ġannāʾ: nasal, melodisch, wohllautend (Stimme), üppig, blühend, prächtig (Garten)

ġnṣ

ġaniṣa/yaġnaṣu: LAD: have the chest oppressed

ġunūṣī: Ğ198/1, 14, ?? gnostisch

ġunūṣīya (f): Ğ328/31?? Gnosis, ar. ʿirfānīya (MF)

ġnwṣywn: Ğ212/3??. Ğ325/7 firaq al-ġnwṣīya: Sekten/Gruppen der ġ.?? Gnostiker.

ġnm

ġanima/yaġnamu: Beute machen, als Beute nehmen, erbeuten, erlangen, ausplündern

II: (uneigennützig) beschenken (jn. mit etw.), verleihen, gewähren (jm. etw.)

IV: als Beute schenken (jm. etw.)

VIII: als (Kriegs-)Beute nehmen, erbeuten (etw.), ausnutzen, benutzen (Situation)

ġunm: (Kriegs)Beute, Gewinn, Profit, Vorteil, Nutzen.

ġanam (koll.) pl. ʾaġnām: Schafe, Schafe und Ziegen (klass.)

ġannām: Schafhirt

ġanīma (f)pl. ġanāʾim: Kriegsbeute, Beute. Ğ94/20ff: hat ihren Ursprung in ḍarība/ Gemeinwohlsteuer, ḫarāğ/ durch Machtverhältnisse festgesetzte Steuern, ray/ dem Kapitalertrag aus Gütern und Besitz ohne Erwerbstätigkeit; meint jedoch auch die Weise ihrer Aufwendung. 50/14: drei korrelierte Dinge: spezielle Art des Einkommens (ḫarāğ o. rayʿ ) die Weise ihrer Zahlung, Rationalität beider. Ğ112, Q8/41: 4/5 für Kämpfer, 1/5 für Prophet, Familie und Arme, i.Ggs. zum fayʾ

maġnam pl. maġānim:(Kriegs)Beute, Gewinn, Profit, Vorteil, Nutzen

ġānim: erfolgreich

ġny

ġaniya/yaġnayu: frei von Not, reich sein, entbehren können, nicht nötig haben (ʿan jn./etw.), entraten können (ʿan js./ei. Sache), verzichten können (ʿan auf), auskommen können, fertig werden (ʿan ohne), nicht bedürfen (ʿan js./einer Sache)

II: singen (bi o. etw.), vorsingen (etw.), besingen, loben (bi jn.)

IV: frei von Not/reich machen (jn.), bereichern (bi durch, Ğ334/7 etw./jn.), Genüge leisten, genügen, nützen (Q53/26, 28), helfen (o. ʿan jm. , z.B. Q19/42 Paret), befriedigen (ʿan jn.), ein Ersatz sein (ʿan jm.), entbehrlich, überflüssig machen (ʿan etw.), Ersatz bieten, Ersatz sein (ʿan für), entheben (ʿan einer Sache), ersparen (ʿan etw.), schützen/bewahren (ʿan vor), helfen (ʿan gegen etw.),

VIII: reich werden, entbehren können,

X: reich werden, entbehren können, nicht nötig haben (ʿan jn.), entraten können (ʿan js./einer Sache), verzichten können (ʿan auf), auskommen können, fertig werden (ʿan ohne), nicht bedürfen (ʿan js./einer Sache), seinen Verzicht erklären, verzichten (ʿan auf jn.), entlassen (ʿan jn.), auskommen (bi mit), genug haben (bi an), lā yustaġnā ʿanhū: unerlässlich, unentbehrlich. Q92/8 Paret: selbstherrlich auftreten.

muġnūna: Q40/47 hal ʾantum muġnūna ʿan-nā: werdet ihr uns abnehmen (Paret)

ġinan (ﻰﻨﻏ): Reichtum. lā ġinan ʿanhū: unerlässlich, unentbehrlich (li für),

ġanīy pl. ʾaġniyāʾ: reich (bi an), wohlhabend

ġanāʾ: Reichtum, Genüge, Zulänglichkeit, Können, Nutzen, Nützlichkeit (ʿan für). fī ḏālika ġanāʾ: das genügt. lā ġanāʾa fīhī: nutzlos, es genügt o. taugt nicht, es nützt nicht viel, es hat keinen grossen Wert. lahū ġanāʾun ʿanhu, huwa fī ġanāʾin ʿanhū: er kann darauf verzichten, bedarf seiner nicht.

ġināʾ: Singen, Gesang

ġināʾī: gesangs-, lyrisch

ʾuġnīya (f) pl. –āt, ʾaġānin: Gesang, Melodie, Lied

ġānīya (f) pl. –āt, ġawānin: hübsches Mädchen, schöne Frau.

muġannin pl. –ūn: Sänger, muġannīya (f) pl. –āt: Sängerin

ġannāʾ: siehe ġn.

maġnan pl. maġānin: Wohnsitz, Villa, Gesang

ʾaġnā El.: Ğ76/10 El. reicher, Ğ212/11 ʾaġnā wa-ʾaqwā: reicher und stärker??

ʾiġnāʾ (ﺀﺎﻨﻏﺍ): Bereicherung, Nutzen

maġnā pl. maġānī: LAD: pleasent habitation (schöne Wohnung), dwelling, house, abiding (Bleibe, verweilend), being able to do without (unabhängig sein von), expedient (brauchbar, zweckmässig), escape, the right man in the right place (der richtige Mann am rechten Platz).

muġnī (st.c. o. det., indet.: muġnin) enriching (bereichernd), compensating for (ausgleichend, aufwiegend), rendering possible (ermöglichen), making independant of (unabhängig von… machen).

muġannī (indet.: muġannin): singer, songster (Sänger).

ġhb

siehe ġyhb

ġwṯ

IV: helfen, zu Hilfe kommen (jm.)

X: um Hilfe bitten, zu Hilfe rufen (o. bi jn., ʿalā gegen), um Hilfe rufen.

ġawṯ: Hilferuf, Hilfe, Beistand

ġiyāṯ: Hilfe, Beistand

ʾiġāṯa (f): Hilfe, Beistand,

istiġāṯa (f) pl. āt: Bitte um Hilfe, Hilferuf

muġīṯ: Helfer, (bes. v. Gott:) Erretter aus der Not

ġwr

ġāra/yaġūru: tief eindringen (in),

ġāra/yaġūru,yaġāru??: einfallen, einsinken (Auge etc.), versickern (Wasser), versiegen (Quelle),

II: einfallen, einsinken (Auge etc.), versickern (Wasser)

IV: im Tiefland reisen, einen Einfall machen (in ein Land ʿalā), angreifen (ʿalā jn.), überfallen (ʿalā eine Nation)

ġawr pl. ʾaġwār: Grund, Boden, Bodensenkung, Tiefe (auch übertr.),

ġār pl. ʾaġwār, ġīrān: Höhle, Gaumen (anat.). koll., n.un.: Lorbeerbaum

ġāra (f) pl. –āt: Raubzug, Überfall, feindlicher Einfall, Angriff (ʿalā auf), eine Gangart der Kamele.

ġā ʾ ir: tiefliegend, einsinkend, unter dem Erdboden befindlich, unterirdisch, eingefallen (Wangen), eingesunken (Auge), tief, tiefgehend (Riss)

ʾiġāra (f) pl. -āt: Angriff (ʿalā auf)

tuġūr: inf. v. tġr

ġwṣ

ġāṣa/yaġūṣu: inf. ġawṣ, maġāṣ, ġiyāṣ, ġiyāṣa (f): eintauchen, untertauchen (in), tauchen (in, ʿalā nach), Perlenfischerei treiben

II: tauchen lassen, untertauchen (jn., in)

ġawṣ: Tauchen (Sport)

ġawīṣ: tief

ġawwāṣ pl. –ūn: Taucher, Perlentaucher

maġāṣ: Tauchplatz

ġwṭ

II: vertiefen (einen Brunnen)

V: den Darm entleeren, Stuhlgang haben

ġawṭ pl. ġūṭ, ʾaġwāṭ, ġiyāṭ, ġīṭān: Höhlung, Vertiefung

al-ġūṭa (f): Name der fruchtbaren Oase rund um Damaskus

ġawīṭ: tief

taġawwuṭ: Darmentleerung, Defäkation

ġāʾiṭ: menschliche Exkremente, Kot

ġūṭī: gotisch

ġwġ

al-ġawġāʾ: Ğ189/4, LAD: noisy crowd (lärmende Menge), tumult, uproar (Aufruhr, Tumult), skirmish

ġwl

ġāla/yaġūlu: unversehens (weg)nehmen, packen, vernichten

VIII: wie I; (meuchlings) ermorden.

ġāl pl. –āt: (syr.) Türschloss.

ġūl pl. ʾaġwāl, ġilān: Wüstendämon, der immer unter wechselnder Gestalt erscheint (m.+f.), böser Dämon, Ungeheuer, Scheusal, Menschenfresser; (f) Hexe

ġīla (f): Meuchelmord. qatalahū ġīlatan: jn. hinterrücks o. meuchlings ermorden

iġtiyāl pl. āt: Ermordung, Meuchelmord, Mord. muḥāwala iġtiyāl: Mordanschlag, Attentat.

ġāʾila (f) pl. ġawāʾil: Unglück, Unheil, Verderben, verderbenbringende Gewalt, Gefahr.

ġwm

k.A., siehe ġym

ġwy

ġawā/yaġwī: vom rechten Wege abweichen, irren (im Handeln), irreleiten (jn.), verführen, verlocken, verleiten (jn. bi zu)

ġawiya/yaġwā: begehren, gern mögen

II: irreleiten, verleiten, verführen, verlocken (jn.)

IV: = II

X: irreleiten, verleiten (jn.), verführen, verlocken, umgarnen, gewinnen (bi mit)

ġayy: Fehlgehen, Verfehlung, Irrtum, Sünde, Verführung, Verleitung, Verlockung

ġa/iyya (f) pl. -āt: Irrtum, Sünde, Geschmack, Neigung

ġāwīyūn (pl): die Irrgeleiteten, Abgeirrte.

ġāya (f): siehe ġy

ġy

II ġayya/yuġayyu??: hissen, aufziehen (Fahne)

keine weiteren Angaben

ġāya (f) pl. -āt: äusserste Grenze, äusserster Grad, Äusserstes, Ziel, Absicht, Zweck, Ziel (einer Fahrt). li-ġāya + Gen: bis. li-l-ġāya: äusserst, sehr. Ğ284/7: al-ġāya tubarriru al-wasīla: der Zweck rechtfertigt (heiligt) das Mittel.

ġyb

ġāba/yaġību: inf. ġayb, ġayba (f), ġiyāb, ġaybūba (f), maġīb, abwesend/fern sein/bleiben, sich entfernen von (ʿan), entschwinden (ʿan jm./einer Sache), versinken, verschwinden (in), sich verbergen, verborgen sein (ʿan vor).

inf. maġīb, untergehen (Sonne etc.) …

II: wegführen, entfernen (jn, etw.), verschwinden lassen (jn./etw.), verbergen (jn./etw. ʿan vor), alles vergessen lassen (jn.). ġayyabahū ʿan al-wuğūd: es brachte ihn von Sinnen. ġayyaba aṯ-ṯarā: die Erde bedeckte ihn

V: abwesend sein (ʿan von), fernsein, fernbleiben (ʿan jm./etw.), nicht da sein, schwänzen (ʿan die Schule)

VIII: verleumden (jn.)

X: die Abwesenheit js. () benutzen um über ihn herzuziehen, verleumden (jn.)

ġayb pl. ġuyūb: Abwesenheit, Verborgenes, verborgen, Unsichtbares, Übersinnliches, göttl. Geheimnis…

ġaybī pl. ġaybīyāt: geheim, verborgen, unsichtbar, übersinnlich, metaphysisch, okkult, … pl.: übernatürliche Wahrheiten, übersinnliche Dinge

quwā ġaybīya: okkulte Kräfte

ġābī: waldig, bewaldet

ġayba (f): Abwesenheit, Verborgenheit, Verschwinden (einer Person)

ġība (f): Verleumdung

ġiyāb: Abwesenheit, Fernsein, Untergang (der Sonne, Ğ43/23 übertr.).

ġāʾib pl. -ūn, ġuyyab, ġuyyāb: abwesend, nicht da, verborgen (ʿan vor), unsichtbar. al-ġāʾib: dritte Person (gramm.)

ġuyyāban??: Ğ37/21 verborgen.

ġytār

ġītār: Gitarre; ʿāzifun ġītārin: Ein Gitarrenspieler

ġyṯ

ġāṯa/yarīṯu: inf. ġayṯ, mit Regen tränken, mit Regen beschenken (jn./etw., v. Gott)

ġayṯ pl. ġuyūṯ, ʾaġyāt: (reichlicher) Regen.

ġyr

ġāra/yaġāru: eifersüchtig sein, eifern, ängstlich besorgt sein, eifersüchtig bewachen, behüten. (siehe auch ġwr!)

II: ändern, verändern, anders machen, wechseln.

III: verschieden sein, im Gegensatz stehen, wechseln, vertauschen, auswechseln zwischen (bayna), feilschen, wetteifern.

IV: eifersüchtig machen.

V: geändert, verändert werden, sich (ver)ändern, wechseln, eine Veränderung o. einen Wechsel erleiden.

VI: untereinander verschieden sein.

ġayr: anderer, anderes, andere als (+flg. Gen. o. Suff.), verschieden von, kein, nicht, un-, Un-;

ġayra Präp.: ausser. al-ġayru: die anderen, die Mitmenschen. wa-ġayruhū u. wa-ġayruhū ḏālika: und dergleichen mehr, usw., etc., und anderes, Ğ51/11 wa-ġayru hāḏihī . lā-ġayru u. laysa ġayru: nicht anders, nichts anderes, sonst nichts, nur, bloss, lediglich. ġayra ʾanna: nur dass, jedoch, aber indessen. quwwa(tu) ġayru muraqabatu: force incontrollée. ġayruka: ein anderer als du. ġayru wāḥidin: mehr als einer, mehrere; ġayra marratin: öfters. bi-ġayri, o. min ġayri: ohne, (auch ohne bi, o. min möglich!). fī ġayri mā: (im Allg. mit Abstraktum): ohne. fī ġayri tarawwin: ohne zu überlegen. fī ġayri mā tahayyubin: ohne Furcht. ʿalā ġayri: ohne

ġayru: Kasus richtet sich nach Regeln, die für das Substantiv nach ʾillā gelten (Ausgenommenes im Akk.; in neg. Sätzen, Fragen, irr. Bedg. Kongruenz mit Bezugswort. Frz. Entsprechung z.B. ne…que, nichts…ausser = nur: mā  faʿala ġayra xy, nur xy getan. FG § 311. Ausschluss des flg. Substantivs, Pers.Suff. o Adjektivs. Negiert nominales Attr. u. Präd., §325: diyārnunā ġayru baʿīdatin, unsere Wohnplätze sind nicht fern, §367.

ġayrī: altruistisch

ġayra (f): Eifersucht, Eifer, wachsame Sorge für (ʿalā)

ġayūr pl. ġuyur: eifersüchtig, eifernd (ʿalā für),

ġayrān, ġayrā (f), ġayārā: (sehr) eifersüchtig, eifernd

taġyīr pl. taġyīrāt: Änderung, Veränderung, Auswechslung, Wechsel, Ablösung

taġyīra pl. taġāyīr: Auswechslung. Bogenweise Entleihung von Büchern und Handschriften (eine malzama nach der anderen).

taġayyur pl. taġayyurāt: Änderung, Veränderung, Wechsel, Wandlung.

taġāyur: Verschiedenheit (voneinander), gegenseitige Abweichung, Unähnlichkeit, Differenzierung, Dissimilation (phon.)

muġāyir: entgegengesetzt, widersprechend. muġāyir li-lʾādāb: sittenwidrig, unsittlich

mutaġayyir: verändert, gewandelt, veränderlich, variabel, dem Wechsel o. d. Veränderung unterworfen. tayyar mutaġayyir: Wechselstrom (el.)

mutaġayyar pl. –āt: Wechsel, Wandlung, Veränderung

mutaġāyir: einander widerstrebend, voneinander abweichend

Muġīra Ibn Šuʿba n.pr.: von den Ṯaqīf in Ṭāʾif, aus der Familie Muʿattib, den Hütern des Heiligtums der Göttin Lāt und en Vetter des ʿUrwa Ibn Masʿūd. Wegen eines Raubüberfalles musste er Ṭāʾif verlassen und begab sich zu Mohammed nach Medina, der ihn zur Bekehrung der Ṯaqīf und zur Zerstörung des Heiligtums verwendete. Er nahm später an den Eroberungskriegen teil und erhielt wiederholt die Statthalterschaft von Kufa, wo er sich politisch ungemein geschickt operierend bis zu seinem Tod um 670 halten konnte. Sein unmoralischer Lebenswandel einerseits und seine hohe Intelligenz und Improvisationsgabe andererseits haben ihn berühmt gemacht. (LP)

al-muġīrīya: EI(2): extremistische, nach al-Muġīra b. Saʿīd al-Bağalī, einem Mawlā Ḫālid al-Qasrī al-Bağalī’s (Gouverneur vom Iraq 105-120h) benannte šīʿitische Sekte. Muġīra wird als alter, blinder Mann geschildert, der Magie und Gaukelei betrieb. Anhänger des Ḥusayniten Muḥammad Bāqirs bis zu dessen Tod ca. 117. Soll ihm extremistische Lehren zugeschrieben haben. Nach al-Bāqirs Tod verbreitete er den Glauben, dass der Ḥasanit Muḥammad b. ʿAbdallāh (an-nafs az-zakīya) als Mahdī erscheinen werde. Offensichtlich hatte Muḥammads Vater ʿAbdallāh b. al-Ḥasan b. al-Ḥasan im Geheimen die Erwartungen gefestigt, dass sein Sohn der erwartete Mahdī sei. Als sich Muḥammad b. ʿAbdallāh vor en Autoritäten verbarg, behauptete die Muġīrīya, dass er sich in den Bergen aṭ-Ṭamīya verberge. Bis zu seinem Erscheinen als Mahdī, lehrte Muġīra, setze das ʾImāmat der ʿAlīden aus, und er sei der ʾImām. Wie in seiner extremistischen Doktrin erhob er den Rang der ʿalidischen ʾImāme zur Göttlichkeit, behauptete Prophetenschaft und lehrte, Muḥammad b. ʿAbdallāh habe ihm aus seinem Mund den heiligen Geist übergeben. Den Quellen zufolge wurde er eher wegen seiner extremistischen Lehren zum Tode verurteilt, als für den Aufruhr. [vgl., W. Madelung in: EI(2), al- Mug̲h̲īriyya; siehe auch ĞAS, 293.]

ġyṣ

k.A.

ġyẓ

ġāẓa/yaġīẓu: erzürnen, wütend, zornig machen, reizen, aufbringen (jn.)

II + IV: = I

V: wütend, zornig werden (min auf)

VII + VIII: = V

ġayẓ: Zorn, Ärger, Wut

ġym

ġāma/yaġīmu: sich bewölken (Himmel), sich umnebeln

II: dto., Wolken bilden, sich wölken, schweben (Rauch)

IV ʾaġāma, ʾaġyama: = I.

ġaym (koll., n.un. (f)) pl. ġuyūm, ġiyām: Wolken, Nebel

ġāʾim: bewölkt, wolkig, nebelhaft, verschwommen (Idee)

mutaġayyim: bewölkt

ġyhb

ġayhab pl. ġayāhib: Dunkelheit, Finsternis

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