Grammatik

Eine kurze “learning (arabic) by doing (arabic)”-Einführug von mir gibt es hier, ansonsten:

W. Wright, A Grammar of the Arabic Language, Volume 1, Volume 2.

Brockelmann Online“, “Sprachen lernen” oder http://www.grammatiken.de/arabische-grammatik/?id=grammatik1  für genauere Auskünfte, hier nur einige Notizen.

Gustav Flügel, Die grammatischen Schulen der Araber, 1862.

Silbenellipse

ta-ta- bei V+VI, II 4-rad. kann zu ta- verkürzt werden.

Bei X med. inf. kann ta-ṭa zu ṭa werden.

Pers.Suff. –ni, nā kann vorhergehendem –na elidiert werden (FG, §49c).

Personalsuffix

Pers.Suff. am Partizip gewöhnlich als Genitiv interpretiert: ḍāribuhū: ihn schlagend; ḍāribī/ selten ḍāribunī: mich schlagend;

Suff. der 3.P.sg. nach geschlossenen Silben kurz (-hu, -hi), nach offenen Silben lang (-hū, -hī).

Bei Antritt weiterer Suffixe: k/hum Þ k/humū; nachklassisch auch –kā, kī möglich.

Am St.c. des Nomens Genitivfunktion.

Am Verbalsubstantiv o. Partizip auch in Akk.Fkt.

Nach i,ī, ay lautet 3.P. –hi/-hī; -himā, -him, hinna.

Vor Suff. d. 1.P.sg schwinden Kasusvokale: kitābī; nach ā, ī, ū. ay lautet das Suff. –ya, wobei ū-y zu ī-y, aw-y zu ay-y wird, (vgl. FG, §269).

In Verbdg. m. Verb stets Objektfunktion. Zwei Suffixe möglich, Reihenfolge 1.,2.,3.P.. Das erste hat Subjekt-, das zweite Objektfkt.

ʾinnahū: folgt auf ʾinna, lākinna, layta, laʿalla nicht unmittelbar das Subjekt eines Nominal- o. Kopulativsatzes im Akk., tritt als Pronomen des Sachverhalts an seine Stelle: “siehe, das ist es:…”

BAG, S. 59: Bisweilen (durch Haplologie, haplologische Silbenellipse tata ð ta) entfällt –nī -nā -ni: z.B. taḍrībīnī neben gewöhnlichem taḍrībīnanī.

Präpositionen

immer mit dem Gen. verbunden.

Adverbien

FG, §315. Adverbiale Umstandsbezeichnungen: ğiddan: sehr; ğamīʿan: insgesamt; al-battata: unwiderruflich; Analogiebildungen wie maʿan: miteinander; ʾawwalan: erstens, zuerst.

Zeitbestimmungen stehen im adverbialen Akk.: yawman: eines Tages; mit flg. Gen.: yawma l-waġā: am Tage des Kampftumultes, layāliya l-ʿīdi: in den Nächten des Festes.

Nach Präposition flektiert.

Akk. Adv. oft als Aufforderung gebraucht: mahlan: langsam!. Oft mit Suff. der 2. Ps.: ruwaydan-ruwaydaka.

Einige Adv. haben unflektierte Endung –u. baʿdu, taḥtu, fawqu, …

Partizipien

FG§78.3: Präfix

ma- bildet Nomina loci, temporis und bisweilen N.causae. Fem.endung –atun für denominalisierte Nomina loci.

mi- bildet Nomina Instrumenti

Assimilation von Konsonanten

FG§44: Beim Artikel: t, ṯ, d, ḏ, r, z, s, š, ṣ, ḍ, ṭ, ẓ, l, n,

Das n der Partikeln ʾin, ʾan, min, und VII +XI assimiliert sich folgendem m.

Bei ʾin und ʾan auch an l.

Infigiertes t bei VIII bewirkt nach d, ṯ, ḏ, z, ṣ, ḍ, ṭ, ẓ Assimilation.

dt => dd

ṯt => ṯṯ oder tt

ḏt => ḏḏ oder dd

zt => zd

ṣt => ṣṭ

ḍt => ḍṭ oder ṭṭ

ṭt => ṭṭ

ẓt => ẓẓ oder ṭṭ

Zahlen BMG§83

Männliches Nomen mit fem. Zahlwort gezählt,

weibliche Nomen mit masc. Zahlwort gezählt.

Vor innerem Plural v. masc.Sing. Femininum des Zahlwortes.

Der gezählte Ggstd. steht im akk.sg. bei Zahlen von 11 – 100,

im gen.sg. ab Zahlen von 100 aufwärts.

Verbalstämme

Tabelle arabische Verbalstämme (Brockelmann)

St.      Pf.akt./Impf.ind.:

I           kataba / yaktubu

II          kattaba / yukattibu

III          kātaba / yukātibu

IV         ʾaktaba / yuktibu

V          takattaba / yatakattabu

VI        takātaba / yatakātabu

VII      inkataba / yankatibu

VIII    iktataba / yaktatibu

IX         iktabba / yaktabbu

X          istaktaba / yastaktibu

XI        iktābba /yaktābbu

XII      iktawtaba /yaktawtibu

XIII    iktawwaba /yaktawwibu

XIV     iktanbaba /yaktanbibu

XV       iktanbā  /yaktanbī

II: intensiver, extensiver als I. oder wiederholt.

III: drückt Streben o. Versuch aus, die Handlung an einer Person auszuüben, o. auf eine Person o. Sache einzuwirken (BMG§24).

V: Reflexiv des II.

VI: Reflexiv des III.

VII: Reflexiv v. I. Oft das Erleiden und die Geneigtheit (brechen Þ zerbrechen)

Perfekt tertiae y

behält bei Imp. i Verben das y

Imperfekt

Starkes Verb

Impf akt wird aus Imperativ gebildet.

Aktiva haben Präfix ya–  bei I-X, ausser II-IV: yu– . Abgeleitete Stämme haben im Imperfekt i, ausser V+VI: a.

Imperfekt von faʿila hat a am 2.Rad., faʿula hat u.

FG, §215f: faʿila/yafʿilu nur bei ḥasiba

Impf. Passiva haben Präfix yu– und a am 2. Rad.

Mit ta- gebildete Stämme von V+VI, u. II beim 4-rad. Verb haben Vokalfolge a-a.

Alle übrigen abgeleiteten Stämme haben a-i. (Also I-IV, VII-X)

Präfix ta- bei V u. VI kann verkürzt werden.

II-IV und I v. 4-rad.Verb, und Passiva haben Präfix yu-.

Die mit ta- gebildeten Imperfekte V u. VI, und II v. 4-rad.V. haben a am 2. Radikal. (§217). Weitere Besonderheiten bei IX, XI u. XIV in §218.

Andere Erklärung, FG, §216

Impf.Basis –fʿal, -fʿil; fʿul

faúala kann zu –fʿal/ʿil/ʿul werden.

faʿila wird zu –fʿal (ausser bei Ðasiba)

faʿula zu yafʿulu

gekennzeichnet sind die i.Wb. angegeb. Imp.Vokale.

Mit ta- gebildete Stämme von V+VI, u. II beim 4-rad. Verb haben Vokalfolge a-a. tafaʿʿala/yaftaʿʿalu

Alle übrigen abgeleiteten Stämme haben a-i. (Also I-IV, VII-X). yufaʿʿilu (II), yanfaʿilu (VII), yafʿanlilu (III, 4.rad.)

Alle Passiva werden generell mit a gebildet: yafʿa/i/ulu werden zu yufʿalu.

Primae Infirmae

Primae W meistens ohne w im I.St. wağada/yağidu. Sonst wie starkes Verb flektiert.

Abgeleitete Stämme werden 3-radikalig gebildet. Wo Lautfolge iw auftritt muss sie zu ī werden.

Bei VIII tt an Stelle von wt: ittasʿa (von wsʿ).

Primae Y wird 3-radikalig flektiert.

Mediae Infirmae

FG, §244: 3 Vokalklassen

1 W qāma, 1sg: qumtu, Impf: yaqūmu

2 W nāma, 1sg: nimtu, Impf: yanāmu

Y ḥāra, 1sg: ḥirtu, Impf: yaḥāru

3 Y ṣāra, 1sg: ṣirtu, Impf: yaṣīru

[??] Frage: in welche Klasse gehört ʿawira ?…

In den abgeleiteten Stämmen keine Differenzierung zwischen W + Y.

Vokalverteilung entspricht bei IV, X (impf ī ); VII, VIII (impf ā) Med.Gem.

IV Perf. ʾaqāma, 1sg: ʾaqamtu, Impf: yuqīmu

II, III, V, VI, IX behandeln W + Y konsonantisch: qawwama/yuqawwimu

Passiva haben im Perfekt  ī/i, im Impf. ā/a: qīma/yuqāmu

II, III, V, VI bilden das Passiv nach starkem Verb. Statt u als Hilfsvokal bei VII, VIII: i: inqīda/iqtīda

Tertiae Infirmae

FG; §250: 6 Kombinationsgruppen:

1 faʿala-yafʿulu: W: daʿā-yadʿū

2 faʿala-yafʿilu: Y: ramā-yarmī

3 faʿala-yafʿalu: Y: saʿā-yasʿā

4 faʿila-yafʿalu: Y: laqiya-yalqā

5 faʿula-yafʿulu: W: saruwa-yasrū

6 faʿila-yafʿilu: Y: waliya-yalī

Abgeleitete Stämme gehören zur Gruppe 2, ausser V+VI zur Gruppe 3.

Indikativ

Subjunktiv

In best. durch Konjunktion eingel. Nebensätzen, deren Handlung erwartet, erstrebt vom übergeordn. Satz abhg., folgl. möglw. in Zukunft eintretend, daher immer:

nach ʾan und ʾallā dass und dass nicht,

ḥattā bis dass,

nach fa u. wa: so dass

bei vorangegangenem Befehl, Frage, o. neg. Satz,

immer nach li, kay, li-ʾanna: damit dass , li-ʾan-lā/liʾallā: damit nicht

nach ʾaw: ausser dass, wenn nicht, bis [hier gehts bei BMG§93 wieder mal aus dem Ruder]

etc. (BMG, S.124)

Energicus

 Zur bestimmten Ankündigung eines bevorstehenden Vorgangs (z.B. im Schwur), stets mit der Partikel la verbunden, etw. “unbedingt, gewiss” tun; neg. mit lā: tu ja nicht! (FG §198)

Imperativ

I: ufʿul, II: faʿʿil, III: fāʿil, IV: ʾafʿil, V: tafaʿʿal, VI: tafāʿal, VII: infaʿil, VIII: iftaʿil, IX: iftaʿlil, X: istafʿil.

hat beim 2. Radikal flgd. Vokale: bei faʿala u oder i; faʿ ila hat a; faʿula hat u, abgeleitete Stämme haben i, ausser V+VI, die a haben.

Futur

durch dem Imperfekt präfigiertes sa- oder vorangestelltes sawfa (“am Ende”)

V.med.gem.

Vokal des 2. Radikals kommt erst bei den nichtkontrahierten Formen zur Geltung.

FG, §233ff:

Der Vokal am 2. Radikal entfällt, wenn ein Morphemvokal vorausgeht: raddū « faʿalū, rāddun « fāʿilun.

Er tritt vor die Geminatengruppe, wenn kein Morphemvokal vorausgeht: yaruddu « yafʿulu, ʾaḥabba/yuḥibbu « ʾafʿala/yufʿilu

Verbalflexion

med. gem.

pf. med. gem.: ġaḍḍa, ġaḍḍat, ġaḍaḍta, ġaḍaḍti, ġaḍaḍtu, ġaḍḍā, ġaḍḍatā, ġaḍaḍtumā, ġaḍḍū, ġaḍaḍna, ġaḍaḍtum, ġaḍaḍtunna, ġaḍaḍnā

yakūnu qad… Konstruktionen

Ğ254/13 fa-nafiya ʾan yakūnu qad ṣarafa šayʾan: er leugnte dass er etwas ausgegeben hätte

Nomen

Ğ15/18: bi-inšāʾi  maʿānin wa dalālātin: mit Erschaffung von Bedeutungen und Zeichen

Verbalsubstantive

werden von der Perfektbasis gebildet (a-aði-ā)

I: fiʿālun (selten), meist faʿlun u.a.

II: fiʿʿālun (sehr selten), meist tafʿīlun

III: fiʿālun

IV: ifʿālun

VII:ʾinfiʿālun

VIII: ʾiftiʿālun

IX: ʾifʿilālun

X: istifʿālun

etc.

Partizipien (aktiv/passiv)

I:  fāʿilun/mafʿūlun

II: mufʿilun/mufaʿʿalun

III: mufāʿilun/mufāʿalun

IV: mufʿilun/mufʿalun

V: mutafaʿʿilun/mutafaʿʿalun

VI: mutafāʿilun/mutafāʿalun

VII: munfāʿilun/munfāʿalun

VIII: muftaʿilun/muftaʿalun

IX: mufʿallun

X: mustafʿilun/mustafʿalun

st.c.: status constructus,

ihm folgt immer unmittelbar ein abhg. Substantiv im Genitiv oder ein Personalsuffix. mālu tāğirin: das Vermögen (st.c.) eines Kaufmanns (Gen.), māluhū: sein Vermögen.

Andere Qualifikationen müssen dem Genitiv oder dem Pers.suff. nachgestellt werden. sayfu l-fārisi l-battāru, (Schwert (st.c.)/Reiter (Gen.)/scharf(Q.)): das scharfe Schwert des Reiters. rabbuka l-ʾakramu (Herr(st.c.)/dein (P.S.Gen.)/der Edle(Q) : dein edler Herr.

Ein Gen. zu zwei st.c. muss am 2. Glied als Pers.Suff erscheinen: suyūfu l-ʾaʿdāʾi wa-ʾarmā huhum: (Schwerter(st.c.) der Feinde(Gen.) und Lanzen(st.c.) ihre(Gen.))= Schwerter und Lanzen der Feinde. qaṣīru l-qāmati naḥīfuhā (klein (st.c.1)/Statur (Gen.)/dünn (st.c.2) ihre(P.S.Gen.)): klein und abgezehrt von Gestalt.

Entgegen dieser Regel hängen in nachklassischer Sprache häufig Genitive von 2 Substantiven ab. ṭuruqu  wa ʾarāḍī  tilka l-buldāni [??](Wege (st.c.)/und/Gebiete/jener/Länder). (FG, §145ff)

Ein determinierter Genitiv o. Pers.Suff. determiniert auch den Stat.constructus.

Ein undeterminierter Genitiv lässt auch den st.c. undeterminiert.

St.c. muss beim An- o. Ausruf im Akk. stehen: yā bna ʾammī: oh Sohn meines Onkels!

Sekundäre Präpositionen stehen im Akk. i. st.c..

st.d.: status determinatus,

hat im Singular der triptotischen Flexion kein –n.

FG, §148, Tabelle.

st.indet., status indeterminatus,

in triptotischer Flexion durch –n gekennzeichnet, in diptotischer Flexion zeichenlos.

Bezeichnet auch numerische Singularität.

FG, §147, Tabelle.

Diptotisch flektierte Nomina haben als Gen.Suff. –a statt –i.

Diptotisch flektiert werden Nomina vom Typ:

ʾafʿalu, fuʿalu, fiʿliyaʾu, fuʿalāʾu, fāʿūlāʾu, ʾafʿilāʾu. Femininendung ist ebenfalls diptotisch;

Pluraltypen faʿālilu, faʿālīlu;

alle Eigennamen, die mehrals 3-radikalig sind, fem. Endung –at aufweisen, o. fremder Herkunft sind;

Eigennamen mit fem. Bedeutung (miṣru, ḥalabu, …);

männliche Personennamen, die nicht zum Typ faʿlun, fiʿlun etc. gehören. (FG, §152f).

Im Nominalsatz stehen Adjektive als Prädikat im Nominativ des st.indet. und kongruieren mit dem Subjekt: al-waladu ṣaġīrun, der Knabe ist klein.

Substantive als Prädikat im Nominativ des st.indet. haben qualifizierende Bedeutung: huwa rağulun, er ist ein Mann.

Flexion der Nomina

BMG, §68ff:

drei Numeri: sg., du., pl. (äusserer, für Anzahl u. innerer für zusammenhängende Menge)

drei Kasi: Nom., Gen., Akk.

Dual N: –āni

Dual G+A: -ayni

PL. m. N.: –ūna

Pl.m. G+A: –īna

Pl. f. N.: –ātun

Pl. f. G+A: -ātin

Einige Substantive mit Fem.endung bilden masc. Plural; einige ohne Fem. endung bilden Fem.Pl.

Bei Flexion des indet. Singulars ist zwischen triptoten + diptoten Nomen zu unterscheiden. Letzteres hat nur 2 Kasi. Indeterminierte Nomina erhalten unbest. Artikel n:

Sg. N: –un

Sg. G: –in

Sg. A: –an, masc. erhält dabei ein ʾalif.

Diptote Nomina erhalten nie die Nunation: Nominativ: u, Gen.+Akk: a

Fem. Eigennamen, Zahlabstrakta und ursprüngl. nicht arabische Eigennamen; weitere Eigennamen (72b), viele innere Plurale, Adjektive u. Eigennamen der Form ʾafʿalu, faʿlānu, etc.

Determinierte oder durch folgenden Genitiv näher bestimmte Nomina verlieren Nunantion, Sg. –u, -i, -a, Pl.f. –u, -i. Dasselbe gilt für determinierte Diptota.

Vor folgendem Genitiv entfallen –ni, -na von Dual u. Pl.. ʿabdā-lwāzīri: die beiden Diener des Wezirs. ḍarabtu ʿabday ʿumara: Ich habe die beiden Diener Umars geschlagen. Vor Verbindungsalif  -yi-l-…

Bei Nomina tert.inf. tritt Nunation an den Vokal des 2. Rad.: bei a wird aus allen Kasi -an, bzw. –ā.

Ist der Vokal i haben Nom. + Gen. –an, bzw. -ā, im Akk. bleibt i erhalten: -iyan, -iyā.

Vor Dualendungen letzter Vokal stark. (Auch wenn er schwach ist.)

Vor Personalsuffixen entfallen kurze Flektionsendungen des St.c.. Suff. der 1.p.sg wird nach langem Vokal zu –ya. Endung wird vor –ya zu ī. (qaṣṣābū => qaṣṣābī => qaṣṣābīya).

Endung –aw bei tert. yā => -ayya.

Viele Singulare haben kollektive Bedeutung. (§77).

§81: Unregelmässigkeiten bei der Flexion von ùabun, ùaḫun, ḥamun.

78: innere Plurale sind eigentlich bloss Kollektivformen, werden als Sg.f. behandelt u. entspr. flektiert.

Bestimmung des Nomens

BMG, §124:

durch Permutativ/Apposition:

durch Mass, Zahl, Ähnliches, Teile; Stoff, Inhalt, Eigenschaft bezeichnet. Beides entw. det. o. indet..

durch Qualifikation:

durch Adj., Präpos. u.ihren Kasus, oder Relativsatz. Wenn Substantiv det./indet. muss Adj. auch det./indet. sein. Genus und Numerus müssen übereinstimmen, ausgenommen: faʿīlun, faʿūlun- Passivformen und kaṯīrun (viel); bei inneren Pluralen und Kollektiva nur bei vernünftigen Wesen.

durch Präposition mit ihrem Kasus:

zum Nomen gehörige Qualifikation scharf von Fkt. beim Verb zu trennen! ṣāʾiġin bi s-sūqi: Goldschmied auf dem Markt.

durch Genitiv:

rumḥu l-fārisi: die Lanze (st.c., also artikellos!) des Ritters; rumḥuhū: seine bestimmte Lanze; bintu malikin: die Tochter eines Königs (!). Mit anderen Worten: die Bestimmung des Substantivs durch einen abhängigen Genitiv determiniert das Substantiv. Soll das Substantiv indeterminiert bleiben muss die Zugehörigkeit durch eine Präposition ausgedrückt werden: bintu li-malikin.

Weitere Näherbestimmungen treten hinter den Genitiv.

Zeitbegriffe:

werden bisweilen durch Suffixe determiniert.

Namen:

siehe BMG, §132. Manche Genitivverbindungen verschmelzen zu einem Begriff: ʿabdu l-llāhi: Diener Allahs (Nom.); ʿabdi l-llāhi (Gen.); ʿabda l-llāhi (Akk.) (!!!)

Genitiv Pluralis als Superlativ:

ʾamīru l-ʾumarāʾi: der Emir der Emire « der oberste Emir; qāḍī l-quḍāti: der Oberqaḍī.

Nur in Genitivverbindung vorkommend:

ḏū, ṣāḥib, ʾahl, kull, baʿḍu, ġayru, miṯlu

Uneigentliche Annexion:

Partizip oder Adjektiv durch folgenden det. Genitiv näher bestimmt: rağulun ḥasanu l-wağhī: ein Mann, schön von Gesicht. Durch Relativsatz wiederzugeben: Ein Mann dessen Gesicht schön ist. Hier wird das übergeordnete Substantiv nicht durch den Genitiv determiniert, es erhält dann den Artikel.

Infinitive und Verbalnomen:

qatlun zaydin: der Umstand, dass Zayd getötet hat, oder: der Umstand, dass Zayd getötet wurde. Akkusativ nur ein, wenn nach dem Infinitiv eine adverbielle Bestimmung vorkommt; wenn der Infinitiv durch den Artikel determiniert ist; oder Subjekt steht im Gen.subjektivus und Objekt bleibt im Akk.; oder der Akk. wird mit li + Gen. umschrieben; Pronomen als Objekt kann mit ʾiyyā eingeführt werden. Verbalnomina werden wie Infinitive konstruiert. Infinitive und Verbalnomina die mit einem präpositionellen Objekt verbunden werden, werden wie ihre Verben konstruiert: mā lī qudratun ʿalā ḏālika: ich habe keine Macht darüber: qadartu ʿalayhī. Objekt und Subjekt können beim indet. Inf. nicht im Genitiv stehen, dann min Subj. li-Obj..

Partizip + Obj. als Gen.obj.:

Gen.obj. det. das Partizip wenn es Sinn eines Perfekts hat: allahu ḫāliqu l-ʾarḍi: Gott ist der, welcher die Erde geschaffen hat «  der Schöpfer der Erde. Bei Partiz. in präsentischem und futurischen Sinn kann Objekt i. Akk. stehen, wird aber meist durch uneigentliche Annexion verbunden, die das Partiz. nicht determiniert: kullu nafsin ḏāʾiqatu l-mawti: jede Seele ist eine, die den Tod kosten wird. ʾinnahu mulāqīkum: er ist einer, der euch antreffen wird. Selbst det. Partizip hat Objekt im Akk. oder wird mit li umschrieben: aṭ-ṭālibu li-l-ʿilmi: der welcher das Wissen erstrebt. Als Substantiv indet. Partizip ebenso: ṭālibun aʾra ʾabīhī. Adverbiell o. prädikativ: mā ziltu muḥibban li-l-islāmī. Verbaladjektiva wie Elative können wie Partizipien konstruiert werden.

Elativ

FG, §124 ʾafʿalu bezeichnet eine im besonderen Masse vorhandene Eigenschaft oder Sache: ʾakramu: besonders edelmütig; ʾalḥanu: melodischer.

In Verbindung mit indet. Akk. zur Umschreibung eines mehrdeutigen Elativs.

Diptotisch flektiert. Darf nicht det. werden, und ist dann nicht kongruenzfähig.

Als Komparativ mit min verbunden: ʾaṭwalu min naḫlatin: länger als eine Dattelpalme.

Wenn det. dann substantivisch verwendet oder adjektivisch zum det. Subst. gestellt.

Mit folgendem indet. Gen. superlativischen Wert: ʾafḍalu rağulin: der vorzüglichste Mann.

Mit partitiven stets det. Genitiv ebenfalls superlativischen Wert. Er ist hier substantiviert: ʾaʿlā l-ğibāli: der höchste der Berge.

Zeit(um)rechnung

Das musl. Mondjahr hat 354 Tage, 33 Sonnenjahre entsprechen 34 Mondjahren.

Die Formeln zur Ermittlung der entsprechenden gregorianischen- bzw. Hiğrajahre:

Einfacher kann man es hier haben: Calendar Converter.

Kopulativsatz:

Subjekt des Kopulativsatzes steht hervorgehoben immer am Satzbeginn. Im Prädikatsatz vertritt dann ein kopulatives Pers.Pron. o. Suff. die Position des Subjekts: zaidun māta ʾabūhū: Zaid sein Vater starb. (FG, §368)

Kontextbedingte hervorhebende Anfangsstellung des Subjekts bei Demonstrativpronomen, Interrogativpronomen, Satzeinleitungspartikeln

Zustandssatz

berichtet zu einem Ereignis einen gleichzeitigen Zustand o. Vorgang. wa als Koordinationspartikel: “während”. (ich tat, während er machte) FG§407ff.

431: an stelle des Zustandsakk. (Er tat es + Impf.: er tat es während o. um etw. zu tun.)

Y (un)punktiert

y am Wortende: Ğ benutzt für ğary, Lauf, ein y mit Punkten, und für ğarā: laufen ein unpunktiertes.

Ğ20/3: nalġayu, wir sprechen, mit punktiertem yāʾ, die in einer anderen Form derselben Wurzel nalġū lautet.

swy, Ğ21/4: III sāwā/yusāwī: punktiert?

Akkusativ

BMG§106ff:

in Abhängigkeit vom Verb steht entweder Akk. o. Präp. mit ihrem Kasus.

107: Akk. ist Casus adverbialis. Gen. ist Casus adnominalis. Akk. bezeichnet daher das Ziel o. Objekt einer Handlung und jede nähere Bestimmung des Verbs.

108: bestimmte Verbgruppen nehmen das Ziel ihrer Handlung als direktes Objekt zu sich.

Verben des Kommens: daḥala l-bayta; ğalastu makānahū. Auch pers. Pass.+Präp+Gen.

Verben des Bekleidet-, Voll-, Gesättigtseins; (daher nehmen auch Mass- u. Gewichtsbezeichnungen Stoffangaben im Akk. zu sich; daher auch Akk. nach Zahlen 11-99, prnominalen Zahladverbien

109: Mit zwei Akk. werden 1.: Kausativformen (er lehrte ihn lesen) und 2.: Verben, die ein Machen zu etw., Halten für etw., Erkennen als etw. und ein Benennen ausdrücken. (er nannte ihn Muḥ.); 3.: Verben deren Objekt durch eine Apposition näher bestimmt wird (er schlug ihm das Gesicht). Nicht gesitige sondern leibliche Wahrnehmung ausdrückende Verben haben ebenfalls oft 2 Akk., dabei wird der 2. als Zustandskasus gefasst.

110: ZustandsAkk. tritt meist indet. (aber meist zu det. Nomen gehörend) meist in Verbalsätzen ein (er reiste sich richtend [Partiz.i. Akk.] nach…sāra mutawağğihan ʾilā; …ʾafwāğan, in Scharen; bākīyan, weinend). Es ist darauf zu achten auf welches der übergeordneten Nomina sich der Zustandakk. bezieht!

Gesamtheiten stehen oft im Zustandsakkusativ (ğamīʿan).

Unpersönliches Partizip kann im Zust.Akk. stehen (maġšiyan ʿalayhi, indem er ohnmächtig wurde).

Zustandsakk kann sich auch auf Suff beziehen.

Zwei und mehr Nomina stehen im Zustandskasus asyndetisch nacheinander (als ein Verworfener und Verachteter, ohne wa!)

Zustandsakk. als Prädikatsnomen bei Verben wie kāna, ʾamsā, ʾaṣbaha, dāma, zāla, ṣāra, laysa in Art einer Kopula.  Statt des Akk. auch Präp. mit ihrem Kasus möglich.

Meist indet. Akk. tritt auch zu intransitiven Verben um eine Spezifizikation auszudrücken (zufrieden (an) Seele: ṭibna nafsan; ḥasunat mustaqarran: schön (als) Aufenthaltsort), selten bei Adjektiven: (ṭayyibatun nafsan: gut an Seele); oft bei Elativen (ʾaḥsanu maqīlan, schöneren Mittagsruheort habend);

112: Zu jedem Verb kann zur Verstärkung o. näheren Bestimmung des Verbalbegriffes ein absolutes/inneres Objekt treten. Meist durch Qualifikation näher bestimmter Inf., Verb.nomen, etc.: ḍarabanī ḍarban (er schlug mich mit einem Schlagen, d.h. heftig). Q89/19 ʾakala ʾaklan: vollständig aufessen.

113: Abarten des absoluten/inneren Objekts: Akk. ei. Inf. als Gerundium (ṣabran, in Fesseln): Akk. zur Angabe des Beweggrunds o. Zweckes einer Handlung (ğubnan, aus Feigheit);

114: Akk. zur Best. d. Richtung, Entfernung, allg. Orte, Zeitangaben.

115: nach genereller Verneinung (lā ʾilla l-lāha…)

116: nach Konj. wa, um “eine Begleitung mit, zusammen mit” zu bezeichnen.

117: nach , wenn zum Nomen im Vokativ ein Komplement o. Gen. gehört. (Sonst im Nom.)

Fragewörter

man: wer?

mā: was?

Diptota, diptot, Triptota, triptot, diptotisch, triptotisch:

Brockelmann, S. 67f.

H. Reckendorf, Die syntaktischen Verhältnisse des Arabischen, S. 170f.

Advertisements
  • Trackback are closed
  • Comments (0)
You must be logged in to post a comment.
Advertisements